
#356 Greenpeace-Aufdecker Stefan Stadler über den burgenländischen Asbest-Skandal
31. Juli 2026 · 57 Min.
Greenpeace-Sprecher Stefan Stadler berichtet, dass burgenländische Serpentinit-Steinbrüche über Jahrzehnte große Mengen asbesthaltigen Gesteins abgebaut und in Österreich sowie nach Ungarn verteilt haben, wodurch breitflächige Gesundheitsrisiken entstanden sind.
In der Folge erläutert Stefan Stadler, wie Greenpeace Proben aus Steinbrüchen und öffentlichen Flächen nahm und hohe Asbestgehalte nachwies. Behörden sperrten Anfang Jänner vier Steinbrüche, doch die Aufarbeitung verläuft regional unterschiedlich: Während Ungarn schnell reagierte, sieht Stadler im Burgenland Untätigkeit, politische Verflechtungen und lückenhafte Informationspolitik. Greenpeace fordert finanzielle Hilfen, einen Kataster und die Umwandlung der Steinbrüche in Asbestdeponien sowie klare Entsorgungsregeln.
Zahlen & Fakten
20–50 %
Asbestanteile in den neun Greenpeace-Proben
2–100 %
Gemessene Asbestgehalte in behördlichen Proben aus Steinbruchprodukten (Angabe im Gespräch)
100–200 €/Tonne
Angegebene Kosten für die Entsorgung asbesthaltiger Abfälle pro Tonne
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10 €/Tonne
Vergleichswert: Preis für gewöhnliche Schottertonne (als Kostenreferenz genannt)
0,1 %
Schwellenwert für Asbestgehalte bei Stoffen/Produkten (REACH/österreichische Regelungen)
9
Anzahl der Gesteinsproben, die Greenpeace im Burgenland entnahm
900.000 Tonnen/Jahr
Jahresabbau dreier der betroffenen Steinbrüche (jeweils etwa)
200.000 Tonnen/Jahr
Jahresabbau des vierten betroffenen Steinbruchs (ungefähr)
100.000 → 10.000 → 2.000 Fasern/m³
EU-Arbeitsschutz-Grenzwertentwicklung für Asbestfasern in der Luft (historische und geplante Werte)
500–800 Fasern/m³
Erste Messungen der burgenländischen Taskforce in Oberwart (angegebene Spanne)
13.000 Fasern/m³
Später von der Taskforce gemessener Wert auf einer Schotterstraße (Beispiel aus Sommermessungen)
40.000–300.000 Fasern/m³
Gemessene Faserzahlen in Ungarn an belasteten Straßenabschnitten (bereichsweise Angaben)
knapp 400 Meldungen
Eingegangene Asbest-Verdachtsmeldungen bei Greenpeace innerhalb von knapp drei Wochen nach Einrichtung des Formulars
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• RechtREACH-Verordnung (EU-Chemikalienverordnung)
• StudieMineralrohstoffhandbuch (Finanzministerium, erwähnt als Quelle der Abbaudaten)
• RechtUrteil des Verwaltungsgerichtshofs (1999, erwähnt im Kontext früherer Akten)
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• RechtBescheid des Umweltministeriums (2008, erwähnt im Gespräch als dokumentierter Vorgang)
Wer spricht
SStefan StadlerGAST
Gründer und Geschäftsführer der vMapit GmbH, Entwickler des APEC-Systems. Spezialist für Content-Management-Systeme und App-Entwicklung mit Hintergrund in der Softwareentwicklung. Engagiert sich für Barrierefreiheit und digitale Souveränität, arbeitet mit Organisationen wie dem Paritätischen Wohlfahrtsverband zusammen. Vision: App-Entwicklung bezahlbar machen für kleine Akteure, Vereine und Podcaster.
Alle Auftritte von Stefan Stadler →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.