Educätion im Fokus
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EU AI Act – Bedeutung für die Bildung (Lajla Fetic)

28. März 2026 · 44 Min.

Die EU AI Act ist ein Sicherheitsnetz für KI-Systeme, das durch eine Risikopyramide differenziert reguliert und Schulen als Betreiber vor allem verpflichtet, Grundrechte-Folgenabschätzungen durchzuführen und reflektiert mit Technologie umzugehen.

Die Folge erläutert die europäische KI-Verordnung (AI Act) und ihre praktische Bedeutung für Schulen und Lehrkräfte in Baden-Württemberg. Expertin Lajla Fetic erklärt das Risikokategorisierungssystem der Verordnung – von Verboten bis zu minimalem Risiko – und ordnet konkrete Bildungs-Tools wie Soekia GPT, AIS.chat und intelligente tutorielle Systeme in diesen Rahmen ein. Der Fokus liegt auf der Rollenverteilung zwischen Herstellern und Betreibern sowie auf dem reflektierten Umgang mit KI im Schulalltag.

Zahlen & Fakten

40

Anzahl der Mitarbeitenden ("Nerds und Nerdinnen") beim Applied AI Institute for Europe

8

Anzahl der spezifischen Klassen von KI-Systemen, die von der EU AI Act verboten werden sollen

200

Anzahl der Auftritte, die Lajla Fetic als erfahrene Speakerin in den vergangenen Jahren absolviert hat

Themen & Erkenntnisse

Einführung in die EU AI Act und ihre globale Bedeutung · ab 03:09: Die EU AI Act ist ein umfassendes Sicherheitsregime, das aus ethischen Prinzipien entstanden ist und KI-Systeme horizontal reguliert – ein europäisches Pionierwerk mit möglicher globaler Vorbildfunktion.
Die Risikopyramide: Vier Risikoklassen und ihre Anforderungen · ab 07:27: Die Risikopyramide teilt KI-Systeme in vier Klassen – von verboten bis gering risikobehaftet – mit unterschiedlichen Anforderungen an Entwicklung und Einsatz.
Einordnung von Bildungs-Tools und die Rolle der menschlichen Kontrolle · ab 12:11: Einfache Textgeneratoren und Chatbots sind meist kein Hochrisiko, während intelligente tutorielle Systeme Hochrisiko darstellen, besonders wenn sie Profile erstellen und Menschen algorithmische Empfehlungen unkritisch übernehmen.
Rollenverteilung: Schulen als Betreiber und ihre Verantwortungen · ab 30:47: Schulen sind meist Betreiber mit der Verantwortung für Grundrechte-Folgenabschätzungen; Hersteller tragen technische Verantwortung – beide können ihre Aufgaben nicht vollständig delegieren.
Pflichten von Lehrkräften und Unterstützungsangebote in Baden-Württemberg · ab 39:54: Lehrkräfte müssen reflektiert mit KI umgehen, aber nicht alle rechtlichen Prüfungen selbst durchführen; Baden-Württemberg bietet Task-Cards, Fortbildungen und Material.

Quellen

StudieEmily Bender und Timnit Gebru: Papier zu stochastischen Papageien – Analyse von großen Sprachmodellen wie Chat-GPT

RechtArtikel 6, Absatz 2 und 3 der EU AI Act – Filterung von Hochrisiko-KI-Systemen in Bildungskontexten

RechtAnhang 3 der EU AI Act – Namentliche Erwähnung des Bildungsbereichs als relevanter Anwendungskontext

Weitere 2 Quellen anzeigen

RechtArtikel 27 der EU AI Act – Grundrechte-Folgenabschätzung für Betreiber im öffentlichen Sektor

RechtDatenschutz-Grundverordnung (DSGVO) – Vorgängerregime mit vergleichbarem Folgenabschätzungskonzept

Wer spricht

K
Kimsi von ReischachHOST

Co-Host und Moderatorin der Podcast-Serie "Educätion im Fokus", Expertin für Rechtliche Themen, Datenschutz und Neutralitätsgebote im Schulkontext

Alle Auftritte von Kimsi von Reischach
J
Jemi MühlhuberHOST

Co-Host des Podcasts 'Educätion im Fokus', moderiert gemeinsam mit Kimsi von Reischach

Alle Auftritte von Jemi Mühlhuber

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