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Johannes Ebert (Generalsekretär Goethe-Institut): Warum 15 Millionen Menschen Deutsch lernen

25. Juni 2026 · 23 Min.

Das Goethe-Institut vermittelt deutsche Sprache und Kultur weltweit, muss dabei aber zunehmend gegen wachsende Zweifel an Deutschlands Stabilität und internationaler Glaubwürdigkeit ankämpfen.

Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, diskutiert mit Florian Sochatzy über die Rolle seiner Institution im globalen Kulturaustausch. Etwa 15 Millionen Menschen lernen weltweit Deutsch – aus Interesse an Bildung, Beruf, Kultur oder Deutschland als Lebensort. Das Goethe-Institut operiert dabei in einem veränderlichen Umfeld: Das Ansehen Deutschlands wird durch das Erstarken der AfD, Zweifel an politischer Stabilität, wirtschaftliche Schwierigkeiten und die Nahostpolitik angekratzt. Trotz dieser Herausforderungen sieht Ebert Deutschland als «lebenswert» und das Goethe-Institut als wichtigen Garant für internationalen Dialog und Pluralismus.

Zahlen & Fakten

15 Millionen

Menschen weltweit, die Deutsch als Fremdsprache lernen

150

Anzahl der Goethe-Institute weltweit

knapp 100

Länder, in denen das Goethe-Institut präsent ist

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Das Goethe-Institut: Auftrag, Sprache und persönlicher Zugang · ab 00:00: Das Goethe-Institut fördert die deutsche Sprache und den internationalen Kulturaustausch an rund 150 Standorten in knapp 100 Ländern. Ebert hat durch seine Arbeit in Kiew, Moskau und Kairo mehrere Sprachen gelernt und erlebt, dass Sprache sein Leben prägt.
Warum Menschen Deutsch lernen: Motive und globale Wahrnehmung · ab 03:29: 15 Millionen Menschen weltweit lernen Deutsch – aus Gründen wie Beruf und Studium, Deutschland als Wirtschafts- und Bildungsstandort, oder Interesse an Kultur und Philosophie. Die Faszination für deutsche Städte ist ebenfalls ein Faktor.
Deutschlands verändertes Ansehen weltweit: Herausforderungen und Reaktionen · ab 04:56: Das Ansehen Deutschlands wird durch das Erstarken der AfD, Konjunkturschwächen, politische Stabilitätszweifel und die als einseitig wahrgenommene Nahostpolitik angekratzt. Das Goethe-Institut antwortet mit verstärktem Dialog und Erklärarbeit, muss aber auch kritische Fragen beantworten.
Rote Karten für Klischees und die Rolle des Goethe-Instituts als Diskursraum · ab 12:23: Ebert verteilt eine klare Rote Karte an das Klischee, dass Deutsch schwer zu lernen sei – mit modernen kommunikativen Methoden sei es gut erlernbar. Er warnt auch vor Vereinfachungen wie Bayern-Klischees.
Persönliche Reflexionen: Lieblingswörter, Kiew und die Zukunft des Deutschen · ab 14:48: Eberts Lieblingswort «Zeitlupe» symbolisiert poetische Langsamkeit. Kiew hat ihn am meisten geprägt wegen der Kulturszene und heutigen Widerstandskraft. Deutsch wird sich verändern, bleibt aber keine tote Sprache.

Quellen

ArtikelPolitik und Kultur – Artikel «Resilienz durch Kultur» von Johannes Ebert (April 2025)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

J
Johannes EbertGAST

Generalsekretär des Goethe-Instituts, verantwortlich für die Förderung der deutschen Sprache und des internationalen Kulturaustauschs an rund 150 Standorten weltweit

Alle Auftritte von Johannes Ebert

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