Essay und Diskurs – DLF
Essay und Diskurs – DLF

Textilgeschichte - Zwischen Monogramm und Moderne – von der bürgerlichen Aussteuer zur autonomen Kunst

28. Juni 2026 · 32 Min.

Gestickte Textilien der bürgerlichen Aussteuer vom 19. Jahrhundert sind bedeutende künstlerische Werke von Frauen, deren kreative Leistung lange als reproduktives Handwerk marginalisiert wurde, obwohl sie eine eigenständige ästhetische und subversive Ausdruckskraft besitzen.

Zahlen & Fakten

über 750 Stück

Gesamtmenge der Wäschestücke in einer kompletten bürgerlichen Aussteuer um 1900, Beispiel aus der Frauenzeitschrift 'Dies Blatt gehört der Hausfrau'

1872

Handarbeit wurde Pflichtfach in preußischen Mädchenschulen eingeführt

11. Jahrhundert

Entstehungszeit des Teppichs von Bayeux, eines der bekanntesten textilen Kunstwerke, dessen Urheberschaft lange Zeit falsch zugeordnet wurde

Themen & Erkenntnisse

Persönlicher Einstieg und kulturelle Rätselhaftigkeit der Monogramme · ab 00:12
Die Aussteuer als patriarchale Institution und ökonomische Realität · ab 06:10
Weibliche Disziplinierung, künstlerisches Potenzial und subversive Dimension · ab 11:42

Quellen

BuchIngeborg Weber-Kellermann: Die deutsche Familie. Versuch einer Sozialgeschichte (1974)

RechtBürgerliches Gesetzbuch des Deutschen Reichs, Paragraf 1620 (Aussteuerpflicht)

StudieArchiv für die zivilistische Praxis, Band 89, Heft 3 (1899): Kapitel 'Die Aussteuer der Tochter nach bürgerlichem Gesetzbuch'

Wer spricht

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Hilka DirksHOST

Essayistin und Autorin, verfasst und spricht diesen kulturhistorischen Essay über Textilgeschichte und gestickte Haushaltstextilien des 19. Jahrhunderts als Kunstform.

Alle Auftritte von Hilka Dirks

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