1€ ist immer ein 1€ – oder? Mental Accounting im Alltag (#728)
3. August 2026 · 12 Min.
Mental Accounting bedeutet, dass Menschen Geld in mentale Schubladen sortieren und deshalb gleiche Beträge unterschiedlich behandeln, obwohl ein Euro immer gleich viel wert ist.
In dieser Quick-Dip-Folge wird das Konzept des Mental Accounting erklärt: unser Gehirn teilt Geld nach Herkunft und Zweck in verschiedene Töpfe ein und verletzt damit die ökonomische Fungibilität. Richard Thaler hat das Phänomen theoretisch verankert und baut auf Erkenntnissen von Daniel Kahnemann und Amos Tversky auf. Anhand von Alltagsbeispielen (unerwartetes Geld, Zahlungsschmerz, Sparen trotz Schulden, Hauseffekt) zeigt die Folge typische Fehlentscheidungen und gibt konkrete Tipps, wie man die mentalen Schubladen bewusst und vorteilhaft nutzt.
Zahlen & Fakten
100 €
Beispiel für Geld, das man auf dem Gehweg findet und anders behandelt als reguläres Einkommen.
10 €
Vergleich: Ersparnis bei kleinem Einkauf vs. Waschmaschine (Differenzbeispiel).
600 €
Preisbeispiel für eine Waschmaschine, genutzt zur Illustration relativer Bewertung.
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590 €
Alternativpreis der Waschmaschine im anderen Geschäft (10 € Unterschied).
10 %
Beispielhafte Höhe teurer Kreditkosten, die das Sparverhalten gegenüber Schulden tilgen irrational machen.
1985
Jahr der Arbeit 'Mental Accounting and Consumer Choice' von Richard Thaler, genannt in der Folge.
1988
Jahr, in dem die Behavioral Lifecycle Theorie von Thaler und Hirsch Schaeferin erwähnt wird.
1998
Jahr der Studie von Prelek und Löwenstein, die Zahlungsschmerz beschreibt.
2016
Jahr der Untersuchung von Sussman und O'Brien zur Zweckbindung von Erspartem.
1990
Jahr, in dem Thaler und Johnson den Hauseffekt beschrieben haben.
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieMental Accounting and Consumer Choice (1985) von Richard Thaler
• StudieBehavioral Lifecycle Theorie (1988) von Richard Thaler und Hirsch Schaeferin
• StudieProspect Theory von Daniel Kahnemann und Amos Tversky
Weitere 3 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• StudieStudie von Prelek und Löwenstein (1998) zur Beschreibung des Zahlungsschmerzes
• StudieUntersuchung von Sussman und O'Brien (2016) zur Zweckbindung von Erspartem
• StudieArbeiten von Thaler und Johnson (1990) zum Hauseffekt
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