Wind und Solar sind billig - warum zahlen wir so viel für Strom? Lion Hirth & Dirk Specht
2. August 2026 · 59 Min.
Trotz sehr günstiger Erzeugungskosten von Wind und Solar bleibt der Strompreis für Haushalte hoch, weil Kapitalkosten, Netzentgelte, Regulierung und mangelnde Flexibilisierung das System verteuern.
In der Folge erklären Leon Hirt und Dirk Specht, warum niedrige Grenzkosten von Wind und Solar nicht automatisch zu niedrigen Endkundenpreisen führen. Ursachen sind hohe Finanzierungskosten, regulierte Abgaben/Netzentgelte, lange Genehmigungs- und Flächenprobleme sowie fehlende Digitalisierung und Flexibilisierung. Beide diskutieren Marktmechanismen (Merit Order), aktuelle Preisphänomene und Reformwege wie Smart Meter, Netzausbau, bessere Finanzierung und stärkere Verbrauchsflexibilität.
Zahlen & Fakten
75 %
Anteil der Endpreise, die laut Aussage regulierte Preise/Abgaben sind (Zitat Dirk Specht)
über 50 %, vielleicht 60 %
Anteil erneuerbarer Energien im deutschen Strommix im aktuellen Jahr (Zitat Leon Hirt)
25 Mrd. €
Ungefähr genannte jährliche Steuer-/Subventionsmittel, die ins System fließen (Zitat Leon Hirt)
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6,5–7,8 % vs. 1–1,5 %
Genannte typische Refinanzierungskosten/Zinsniveaus für Projekte in Deutschland im Vergleich zu China (Zitat Dirk Specht)
3,5–6 Cent/kWh
Grob genannte Stromvollkosten für große Wind- und Solarparks in Deutschland (Zitat Leon Hirt)
80 GW
Nannte Leon Hirt als ungefähre installierte PV-Leistung im Netz
40–45 GW
Typischer Strombedarf im genannten Überschuss-Szenario gegenüber 80 GW Einspeisung (Zitat Leon Hirt)
-400 Euro/MWh (≈ -0,48 Euro/kWh)
Beispiel für negative Börsenpreise im Sommer (genannte Größenordnung)
700 Euro/MWh
Beispiel für abendliche Preisspitzen an Tagen mit knapper Erzeugung
35 Cent/kWh
Grobangabe für aktuellen durchschnittlichen Haushaltsstrompreis, genannt in der Folge
900
Anzahl der Netzbetreiber in Deutschland, genannt bei der Erklärung zu Netzentgelten
6 Jahre
Durchschnittliche Genehmigungsdauer für Windenergieprojekte, genannt von Dirk Specht
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
DDaniel MesslingHOST
Daniel Messling ist einer der Hosts des Podcasts „Geladen, der Batterie‑Podcast“. Im Verlauf der Sendung moderiert er das Interview, stellt Fragen zur Praxis des Ladens und beteiligt sich an der Diskussion über Infrastruktur, Regulierung und Nutzererfahrung. Der Podcast wird vom Helmholtz‑Institut Ulm und weiteren Forschungsinstitutionen produziert, was sich in den Themenschwerpunkten widerspiegelt.
Alle Auftritte von Daniel Messling →PPatrick RosenHOST
Patrick Rosen co‑hostet den Podcast „Geladen, der Batterie‑Podcast“ gemeinsam mit Daniel Messling. Er führt durch die Folge, stellt Hörerfragen und diskutiert mit dem Gast Aspekte wie Preisgestaltung, Ausbau und kommunale Rolle beim Laden. Die Sendung wird von Forschungsinstituten wie dem Helmholtz‑Institut Ulm und dem KIT unterstützt.
Alle Auftritte von Patrick Rosen →LLeon HirtGAST
Leon Hirt ist Professor für Energiepolitik an der Hertie School Berlin und Gründer sowie Direktor des Beratungsunternehmens NEON. In der Folge erläuterte er ökonomische Mechanismen des Strommarkts, Merit Order, die Rolle von Börsenpreisen und technische/finanzielle Aspekte für Erneuerbare.
Alle Auftritte von Leon Hirt →DDirk SpechtGAST
Dirk Specht ist Aufsichtsrat und Unternehmer im Digital- und Energiesektor sowie Dozent für Medienökonomie; zuvor war er unter anderem Digitalchef der FAZ. Er analysierte Marktstrukturen, Kapitalkosten, Regularien und Reformbedarf im Stromsystem.
Alle Auftritte von Dirk Specht →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.