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His2Go#239 - die Teufelsbibel: Codex Gigas

27. Juli 2026 · 1 Std. 0 Min.

Der Codex Gigas ist das größte mittelalterliche Manuskript, das wegen seiner monumentalen Teufelsdarstellung, seines vielfältigen Inhalts und seiner wechselvollen Provenienz bis heute Mythos und Forschung verbindet.

Die Folge erzählt die Entstehung, den Inhalt und die über Jahrhunderte wechselnde Geschichte des Codex Gigas. Sie erklärt, warum die große Teufelsdarstellung und ergänzende magische Texte zur Legendenbildung führten, beschreibt Materialität und Umfang des Werks und schildert die Reise des Manuskripts von böhmischen Klöstern über kaiserliche Sammlungen bis nach Stockholm, wo es heute aufbewahrt wird. Mythos und wissenschaftliche Befunde werden dabei gegenübergestellt.

Zahlen & Fakten

75 kg

Gewicht des Codex Gigas

310

Anzahl der großen Pergamentblätter im Kodex

150 Kälber

Ungefähr benötigte Kälberhäute zur Herstellung der Pergamentblätter

Weitere 10 Zahlen & Fakten anzeigen

1295

Jahr, in dem der Abt das Buch laut Quelle auslöste bzw. zurückkaufte

1159

Überliefertes Gründungsjahr des Klosters Podlazice, das als Entstehungsort des Kodex genannt wird

170 Jahre

Dauer, die der Kodex an einem Zwischenort verweilte, wodurch Herkunftsangaben in Vergessenheit gerieten

1594

Jahr, in dem der Kodex in Prag in kaiserlichen Besitz gelangte

1648

Jahr des Einfalls schwedischer Truppen in Prag kurz vor Friedensschluss

1649

Jahr, in dem geraubte Kunstgüter, darunter der Kodex, nach Stockholm transportiert wurden

30

Anzahl großer Kisten, in denen geraubte Bücher aus Prag verpackt wurden (zeitgenössischer Bericht)

1697

Jahr eines Brandes im schwedischen Schloss, bei dem viele Drucke und Handschriften zerstört wurden

17.000

Ungefährzahl der bei dem Brand verlorenen Drucke laut Überlieferung

1.000

Anzahl der bei dem Brand verlorenen Handschriften (Angabe: über 1.000)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Legende und Teufelsdarstellung: Vorstellung der Pakt-Legende und der eindrücklichen Teufelsabbildung, die den Kodex zur ‚Teufelsbibel‘ machte.
Material, Inhalt und Entstehung: Beschreibung von Größe, Material und inhaltlicher Vielfalt des Codex sowie Befunde zur Entstehung durch überwiegend einen Schreiber.
Provenienz, Raubzüge und heutiger Standort: Überblick über die Besitzwechsel, den schwedischen Beutetransport und den heutigen Verbleib in schwedischen Sammlungen.

Quellen

BuchBoldan, Kamil; Millerová, Kateřina: Codex Gigas, the devil's bible: the secrets of the world's largest book, Prag 2007.

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.