#835 - Philosophin Catrin Misselhorn über KI- & Roboter-Ethik
25. Juni 2026 · 4 Std. 8 Min.
Künstliche Intelligenz sollte menschliche Selbstbestimmung fördern, nicht Menschen in grundlegenden Fragen ersetzen und von Menschen getragene Verantwortung bewahren.
Catrin Misselhorn, Philosophin für KI- und Roboter-Ethik an der Universität Göttingen, diskutiert ihre drei Grundsätze der Maschinenethik mit Tilo Jung. Sie argumentiert, dass KI Menschen unterstützen sollte, ohne sie in existenziellen Bereichen wie Leben-und-Tod-Entscheidungen oder sozialen Beziehungen zu ersetzen. Zentral ist die Kritik am Tech-Solutionism: Technische Systeme verschärfen oft die Probleme, die sie angeblich lösen, etwa wenn Einsamkeit durch Roboter-Companion vermeintlich gelindert wird, statt strukturelle Ursachen anzugehen.
Zahlen & Fakten
30 Prozent
Angebliche Senkung von Sozialleistungen in den USA durch KI-Entscheidungssysteme
2003
Jahr von Misselhorns Promotion
2010
Jahr von Misselhorns Habilitation
Weitere 1 Zahl & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
anderthalb Jahre
Zeitraum zwischen Habilitation und erstem Ruf auf eine Professur
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• John Searle: Chinese Room Argument
• Ned Block: Chinese Nation Gedankenexperiment
• Joseph Weizenbaum: ELISA (1960er Jahre)
Weitere 10 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• BuchJohn Rawls: Theorie der Gerechtigkeit (Schleier der Unwissenheit)
• Robert Sparrow: Responsibility Gap (Verantwortungslücke bei autonomen Waffen)
• Sherry Turkle: Relationale Artefakte
• Catherine MacKinnon: Pornografie als Sex mit Objekten
• Melinda Wadas: Definition von Pornografie im Bezug auf Frauenrolle
• Bertrand Russell: Fünf-Minuten-Welten-Gedankenexperiment
• Kurtz, Konstanze: Chaos Computer Club (Kritik am KI-Begriff)
• BuchMisselhorn, Catrin: Grundfragen der Maschinenethik (2018)
• BuchMisselhorn, Catrin: Künstliche Intelligenz und Empathie
• BuchMisselhorn, Catrin: Künstliche Intelligenz – das Ende der Kunst (4. Auflage)
KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.