#135 Nachgehakt: Sicherer Systembetrieb & die künftige Rolle des Strommarkts (mit Andreas Maaz, Amprion)
31. Juli 2026 · 1 Std. 19 Min.
Kurzfristige Handelsreaktionen, insbesondere durch Batteriespeicher, erhöhen die Komplexität des Redispatch und machen eine Anpassung von Marktregeln nötig, damit der Systembetrieb sicher bleibt.
Die Folge erklärt, warum Übertragungsnetzbetreiber vermehrt Betriebsprobleme sehen: Marktentscheidungen und physikalische Netzrestriktionen passen nicht immer zusammen. Andreas Maaz von Amprion beschreibt, wie Batteriespeicher, Prognoseabweichungen und dezentrale, komplexe Anlagen den Redispatch-Aufwand und die Prozessanforderungen erhöhen. Es werden drei Lösungsansätze diskutiert — regionale Märkte/Gebotszonensplit, Predispatch/Feasibility-Ranges und verkürzte Intraday-Gate-Closure — sowie die politischen und regulatorischen Hürden für Reformen.
Zahlen & Fakten
70 %
MIN-Rahmen: Vorgabe, einen Mindestanteil an Übertragungskapazität für den Außenhandel bereitzustellen
4 Mrd. €
ungefähre Engpassmanagement-Kosten während der Gaskrise als Beispiel für hohe akute Kosten
10 GW
typische Größenordnung, in der Redispatch-Leistungen in der Spitze bewegt werden
Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
16 GW
bisheriges Maximum an eingesetzter Redispatch-Leistung an einer oder mehreren Stellen
60 Minuten
Gate-Closure-Time im UK-Modell (Beispiel für frühere Gate-Closure zur Verringerung kurzfristiger Marktaktivität)
30 Minuten
angestrebte/teilweise bereits reduzierte Gate-Closure-Zeit an einigen Grenzen im europäischen Handel
2030/31
Zeithorizont, bis wann Gate-Closure-Anpassungen laut Diskussion europaweit umgesetzt sein könnten
60 MW
Schwellenwert in einigen ausländischen Regelungen, ab dem Predispatch-/FCA-Regeln Anwendung finden
Themen & Erkenntnisse
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