Die Schildbürger sind Figuren aus frühneuzeitlichen Schwankbüchern, berühmt für absurde Streiche, die zum Begriff „Schildbürgerstreich“ geführt haben.
Die Folge erklärt Herkunft und Bedeutung der Schildbürger: erstmals 1597 in einem Buch erwähnt, später in einer zweiten Ausgabe bekannter geworden, Autor unbekannt. Ursprünglich als kluge Ratgeber dargestellt, wandelten sich die Übriggebliebenen in närrische Figuren, deren Geschichten sprichwörtlich wurden. Typische Anekdoten zeigen absurde Handlungen (Fensterloses Rathaus, eingesenkte Glocke). Heute steht der Begriff für unsinnige oder bürokratische Regelungen; mehrere Orte, darunter das reale Schilda in Brandenburg, reklamieren einen Zusammenhang.
Zahlen & Fakten
1597
Erstes Auftreten der Schildbürger in einem Buch.
400
Einwohnerzahl des realen Ortes Schilda in Brandenburg, der mit den Geschichten in Verbindung gebracht wird.
Themen & Erkenntnisse
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