Ein Teil der gesetzlichen Rentenbeiträge soll ab 2028 an den Kapitalmärkten angelegt werden, um langfristig die Rentenkasse zu stärken; das bringt Renditechancen, aber auch Markt‑ und Governance‑Risiken mit sich.
In der Folge erklärt Sebastian Schreiber (ARD-Finanzredaktion) das geplante Modell: ab 2028 fließt zunächst 0,5 % der Bruttolöhne in kapitalgedeckte Anlagen, bis 2031 auf 2 % steigend. Ziel ist es, durch Kapitalmarktrenditen die gesetzliche Rente langfristig zu stabilisieren. Schreiber erläutert Beispielrechnungen, vergleicht das Vorbild Schweden und diskutiert Risiken wie Kursschwankungen, ethische Anlagefragen und politische Einflussnahme. Entscheidend sind Ausgestaltung, Anlagekriterien und unabhängige Verwaltung.
Zahlen & Fakten
0,5 %
Anteil der Bruttolöhne, der ab 2028 monatlich an Kapitalmärkte fließen soll (erstes Jahr)
2 %
Geplanter Zielanteil der Bruttolöhne ab 2031 (Maximum), der in Kapitalanlagen investiert werden soll
8–9 Mrd. €
Erwartetes Volumen im ersten Jahr bei 0,5 %
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4.500 €
Angegebenes durchschnittliches Bruttomonatsgehalt einer Vollzeit arbeitenden Frau (Statistisches Bundesamt), als Rechenbeispiel genutzt
90 €
Monatlicher Betrag bei 2 % des genannten Durchschnittsbruttogehalts (4.500 €)
32.000 €
In Beispielrechnung über 30 Jahre eingezahlter Gesamtbetrag (bei 2 % des Bruttoverdienstes)
41.000 €
In Beispielrechnung zusätzlich erzielte Summe aus Renditen über 30 Jahre (angenommene 5 % Jahresrendite)
74.000 €
Gesamtguthaben der Beispielrechnung nach 30 Jahren (eingezahlt + Rendite, angenommene 5 % Jahresrendite)
300 €
Geschätzte monatliche Zusatzrente aus dem Beispielsguthaben bei 5 % Rendite
430 €
Geschätzte monatliche Zusatzrente bei einer angenommenen Durchschnittsrendite von 7 %
2,5 %
Anteil des Einkommens, der in Schweden (Prämienrente) in Kapitalmärkte fließt
10 %
Durchschnittliche Rendite, die laut Stefan Leitner in Schweden erzielt worden sei (Zitierung im Podcast)
2040
Jahr, ab dem die Kommission erwartet, dass die Kapitalrente das Rentenniveau stützen könnte
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieBericht der Rentenkommission (80-seitiger Bericht, im Podcast zitiert)
• RedeStefan Leitner (Chef der Deutschen Börse): Aussage zu sozialer Komponente und Renditen in Schweden, zitiert im Podcast
• Kenfo (Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung): genannt als mögliches Vorbild für Verwaltung/Anbindung
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
EElena KuchHOST
Elena Kuch ist Host und Moderatorin dieser Folge von 11KM: der tagesschau‑Podcast. Sie führt das Interview, stellt Fragen zur Bedeutung des Themas und leitet das Gespräch mit dem ARD‑Korrespondenten über die Pläne der AfD in Sachsen‑Anhalt.
Alle Auftritte von Elena Kuch →SSebastian SchreiberGAST
Sebastian Schreiber arbeitet in der ARD-Finanzredaktion und beschäftigt sich mit Themen rund um die Börse und die weltweite Konjunktur; im Podcast erläutert er die geplante Kapitalmarktrente, mögliche Renditen, Risiken und Governance-Fragen.
Alle Auftritte von Sebastian Schreiber →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.