
#285 Wo sind die erschwinglichsten Häuser Deutschlands?
6. August 2026 · 26 Min.
Der Interhyp IW Erschwinglichkeitsindex quantifiziert die Leistbarkeit von Wohneigentum regional und über die Zeit und macht deutlich, wie stark sich attraktive Metropolregionen und günstigere Landkreise unterscheiden.
Der Interhyp IW Erschwinglichkeitsindex kombiniert Kaufpreise, tatsächliche Abschlusszinsen und regionale Haushaltseinkommen, um zu messen, welcher Anteil des Einkommens für eine typische Annuität aufzubringen ist. Langfristig stieg die Erschwinglichkeit bis 2014 stark an, fiel nach den Zinsanstiegen 2022 deutlich und stagniert aktuell auf niedrigem Niveau. Regional gibt es große Unterschiede: Metropolgebiete wie München sind extrem wenig leistbar, während strukturärmere Landkreise deutlich günstiger sind. Energieeffizienz beeinflusst Preise regional unterschiedlich und bietet Investoren Chancen und Risiken.
Zahlen & Fakten
35 %
Referenzanteil des Haushaltseinkommens, der als Benchmarker für finanzierbare Annuitäten verwendet wird
19 %
Durchschnittlicher Anteil des Einkommens, den Käufer im Kreis Steinburg für die Annuität aufbringen müssten
56 %
Anteil des Einkommens, der durchschnittlich für eine Annuität bei München aufgebracht werden müsste
Weitere 12 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
66 %
Anteil des Einkommens im Kreis Garmisch‑Partenkirchen (sehr unerschwinglich)
20 %
Typischer Preisabschlag zwischen höchsten Energieeffizienzklassen und Klasse D in Thüringen
5–8 %
Kleine Energieeffizienzabschläge in Bundesländern wie Nordrhein‑Westfalen, Rheinland‑Pfalz und Brandenburg
36 %
Sehr hoher Energieeffizienzabschlag im Kreis Ludwigshafen
>30 %
Sehr hoher Energieeffizienzabschlag in Regionen wie Neu‑Ulm
6,2 %
In der Sponsorwerbung genannte prognostizierte Rendite für Hotel‑Appartements des Berglässig Hotels Bodenmais
180
Indexwert (Spitzenwert) im Jahr 2014, hoher Erschwinglichkeitsstand
90
Zwischenzeitlicher Tiefstwert des Index nach den Zinsanstiegen 2022
103
Aktueller bundesweiter Indexwert, der eine leicht verbesserte, aber weitgehend stagnierende Erschwinglichkeit signalisiert
82–140
Näherungsweise Spannweite der Indexwerte zwischen unerschwinglichsten und erschwinglichsten Bundesländern (jeweils Indexpunkte)
187
Indexwert für den Kreis Steinburg (günstigster Kreis im Ranking)
63
Indexwert für München (einer der niedrigsten, sehr geringe Erschwinglichkeit)
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieInterhyp IW Erschwinglichkeitsindex (Studie von Interhyp in Kooperation mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
PProf. Dr. Michael VogtländerHOST
Prof. Dr. Michael Vogtländer ist Volkswirt am Institut der Deutschen Wirtschaft (IW Köln). Im Podcast liefert er ökonomische Einordnungen zur Wohnungsmarktpolitik und verweist auf eine IW-Studie, die die Grundlage der Folge bildet. Er analysiert Bankenregulierung, Finanzierungseffekte und historische Beispiele wie die Neue Heimat.
Alle Auftritte von Prof. Dr. Michael Vogtländer →HHauke WagenerHOST
Hauke Wagner ist Projektentwickler aus Hamburg und Co-Host des Podcasts; er moderiert die Hörerfragen, bringt praktische Einblicke zu Immobilieninvestments ein und kommentiert politische sowie regulatorische Auswirkungen auf Investorenpraxis.
Alle Auftritte von Hauke Wagener →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.