Agrarmarktpodcast
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#200 🚀 Höchststände seit 2024, Kriegs-Eskalation & Ernte-Ausblick '26 mit Florian Rasche (teamagrar / DLG)

17. Juli 2026 · 52 Min.

Ukrainische Infrastrukturzerstörung und geopolitische Spannungen treiben Weizen- und Rapspreise auf höchste Niveaus seit 2024, während Ernteprognosen durch Hitzewellen sinken und komplexe regionale Unterschiede entstehen.

Die 200. Folge des Agrarmarktpodcast behandelt die aktuellen Marktturbulenzen auf den Getreidemärkten. Massive russische Anschläge auf ukrainische Hafen- und Bahninfrastruktur führen zu Preissprüngen bei Weizen und Raps auf höchsten Ständen seit 2024. Gleichzeitig reduzieren Hitzewellen die europäischen Ernteergebnisse, besonders bei Weizen (–10 %), während die Gerste robust erntbar ist. Das Gespräch mit Florian Rasche (DLG Grain Trading) bietet tiefe Einblicke in regionale Unterschiede, Exportflüsse und das komplexe Zusammenspiel von Geopolitik, Wetter und Fundamentaldaten im globalen Agrarhandel.

Zahlen & Fakten

90 Prozent

Anteil des ukrainischen Getreides und Pflanzenöls, das über Odessa exportiert wird

11 Prozent

RĂĽckgang der Waggons nach Odessa in der ersten Juliwoche gegenĂĽber Vorwochen

30 bis 40 Prozent

Anteil der Schiffe, die laut S&P aktuell gecancelt wurden und weitere Cancellungen erwartet

Weitere 38 Zahlen & Fakten anzeigen

32 Millionen Tonnen

Französische Weizenernte laut Agrimer (Minus 4 Prozent gegenüber Vorjahr)

11,1 Millionen Tonnen

Französische Gerstenernte (6,3 Prozent unter dem Vorjahr)

8 bis 9 Millionen Tonnen

Ernteschätzung französisches Mais 2024, Worst-Case 6 Millionen Tonnen

3,5 Prozent

US-Inflationsrate gefallen von 3,8 Prozent

minus 0,4 Prozent

US-Inflationsrate Monat auf Monat

5,5 Prozent

US-Produzentenpreise (PPI), erwartet 6,2 Prozent

11 Prozent

Ă–lpreisanstieg auf 84 Dollar pro Barrel

43 Prozent

Russische Raffineriekapazität außer Betrieb laut ukrainischen Aussagen

20 bis 40 Prozent

Geschätzte russische Raffineriekapazität außer Betrieb (Range verschiedener Analysten)

10 Prozent

Geschätzter Ertragsverlust durch Hitzewelle bei deutschem Weizen

12 bis 12,5 Millionen Tonnen

Geschätzte polnische Weizenernte 2024 (gegenüber 14 Millionen Tonnen Vorjahr)

21 Millionen Tonnen

Geschätzte deutsche Weizenernte 2024

18 Millionen Tonnen

Deutscher Inlandsverbrauch Weizen

50 Prozent

Anteil des Schweinefutters September bis September, der noch nicht kontrahiert ist

10 Millionen Tonnen

Agrarexporte verantwortlich fĂĽr die betroffene Region im Schwarzen Meer

425 Millionen Tonnen

US-Maisproduktion absoluter Rekord letztes Jahr

30 bis 40 Prozent

Normale Regenvorhersage für die USA in den nächsten zwei Wochen

25 bis 27 Millionen Tonnen

Australische Maisernte-Prognose unter El-Niño-Bedingungen

22 bis 25 Millionen Tonnen

Historisches australisches Maisernte-Maximum in El-Niño-Jahren bei gleicher Fläche

unter 20 Millionen Tonnen

Australische Maisernte in Super-El-Niño-Jahren der letzten 50 Jahre

10 bis 12 Millionen Tonnen

Geschätzte europäische Weizenernteverluste durch Hitzewelle (Frankreich, Deutschland, Polen)

229 Euro

Weizenpreis (Septembertermin) Donnerstag Spätnachmittag gegenüber 205 Euro Schlusskurs Vorwoche

536,50 Euro

Rapspreis (Augusttermin) gegenĂĽber 518,50 Euro Schlusskurs Vorwoche

116 russische Schiffe

Von der Ukraine in neun Tagen in der Asowschen See beschossen (Reuters)

1,20 Dollar pro Liter

Dieselpreis in Russland auf Tankstellen (vorher ca. 0,80 Euro)

11 bis 12 Tonnen

Gerstenerträge in Deutschland auf guten Standorten

70 Hektoliter

Hektolitergewicht Weizen auf leichten Böden

1,40 Euro pro Kilo

Schweinepreis aktuell (gefallen von 1,80 Euro Jahresanfang)

1 zu 2,5

Verhältnis Raps zu Weizen bei Preisen (historisch 1 zu 2 oder 1 zu 2,1)

45 Euro die Tonne

Differenz zwischen europäischen Rapspreisen und kanadischem Canola

65 bis 80 Euro die Tonne

Differenz, ab der Importe nach Europa wirtschaftlich werden

5 bis 10 Euro die Tonne

Eingeschätztes Abwärtsrisiko für Weizenpreise

25 bis 35 Euro die Tonne

Eingeschätztes Steigerungspotential für Weizenpreise

180 bis 190 Cent

Weizen-Mais-Spread (Mai zu Weizen Dezember) heute Morgen

anderthalb bis zwei Millionen Tonnen

Deutsche Weizenertragsverluste in absoluten Mengen

drei Millionen Tonnen

Normales deutsches Getreideexportvolumen

ein Drittel

Anteil der zerstörten Hafeninfrastruktur der Ukraine laut ukrainischer Landwirtsunion

ein Viertel

Anteil der russischen Getreideexporte, fĂĽr die die Asowsche See verantwortlich ist

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Marktupdate: Geopolitische Eskalation und Preissprünge · ab 04:05: Russische Anschläge auf ukrainische Infrastruktur zerstören ein Drittel der Häfen, ukrainische Gegenoffensiven blockieren russische Exporte. Massive Schiffscancellungen und geopolitische Spannungen treiben Weizen und Raps auf Jahreshöchststände.
Ernteanalyse und regionale Unterschiede in Deutschland, Skandinavien und Polen · ab 21:43: Hitzewelle reduziert deutsche Weizenernten um 10%, Gerste überrascht positiv. Polen stark getroffen, Baltikum unbeschadet. Deutsche Versorgung trotz Ertragsverlust normal.
Exportmarkt, Futtermarkt und Rapspreise – Ausblick und Handelsempfehlungen · ab 39:01: Futternachfrage schwach (Schweinepreise), Mais weltweit kritisch. Raps preisgestützt. Weizen hat 25–35 Euro Steigerungspotential durch strukturelle Defizite USA und Russland.

Quellen

• ArtikelReuters: 116 russische Schiffe in neun Tagen in der Asowschen See beschossen

• ArtikelS&P: 30 bis 40 Prozent der Schiffe sind aktuell gecancelt

• StudieAkrimar: Französische Weizenernte 32 Millionen Tonnen

Weitere 1 Quelle anzeigen

• StudieUSDA: Freitag Endbestandskorrekturen und Ernteprognosen

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

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