
Heimspiel: “Die Menschen setzen alles auf eine letzte Karte” (mit Klaus Vogel)
5. Juli 2026 · 40 Min.
Seenotrettung im Mittelmeer ist ein humanitäres Gebot, aber Europas Politik der Abschottung verschärft die Notlagen von Migranten, statt sie zu lösen – und wird künftig als moralisches Versagen bewertet werden.
Klaus Vogel, Gründer der Seenotrettungsorganisation SOS Humanity, spricht über zehn Jahre ziviler Rettungsarbeit im Mittelmeer mit fast 40.000 geretteten Menschen. Er beschreibt die katastrophalen Bedingungen in Libyen, die professionellen Schlepper-Netzwerke, und die zunehmende Professionalisierung von Gefahrfaktoren beim Mittelmeerübergang. Zugleich kritisiert er scharf die europäische Migrationspolitik: Die Abschottung und Beschleunigung von Abschiebungen führen nicht zu weniger Fluchtversuchen, sondern zu mehr Todesfällen und treibt Menschen in noch größere Verzweiflung.
Zahlen & Fakten
39.600
Menschen, die SOS Humanity seit Gründung 2016 insgesamt gerettet hat
über 1.000
Menschen, die im ersten Quartal 2026 allein im Mittelmeer ertrunken sind
bis zu 120
Menschen pro Schlauchboot – Maximalzahl, die auf diese unseeüchtigen Boote gepresst werden
Weitere 1 Zahl & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
mehrere hundert Dollar
Betrag, den Flüchtlinge den Schleppern für eine ‚Fahrkarte' bezahlen müssen
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• Mare Nostrum - Rettungsoperation der italienischen Regierung
• StudieUntersuchung der jesuitischen Flüchtlingshilfe über die Lage in Libyen
• StudieUntersuchungen von Ärzte ohne Grenzen über die Lage in Libyen
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
KKlaus VogelGAST
Schiffskapitän, promovierter Historiker, Gründer der Seenotrettungsorganisation SOS Humanity, Träger des Bundesverdienstkreuzes
Alle Auftritte von Klaus Vogel →WWolfgang HeimHOST
Co-Host der Podcast-Show 'Heimspiel' in 'Apokalypse & Filterkaffee', führt Interviews zum Thema Fußball und Gesellschaft.
Alle Auftritte von Wolfgang Heim →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.