
Presseklub: Wie sich trotz Klimakrise (über-)leben lässt
18. Juli 2026 · 1 Std. 2 Min.
Trotz dramatischer Hitzerekorde und steigender Todesfälle durch Extremwetter besteht ein großer Unterschied zwischen Klimawahrnehmung und Handlung – echte Lösungen liegen in konkreten Stadtplanungsmaßnahmen, erneuerbaren Energien und vor allem in einer weniger alarmistischen, stattdessen lösungsorientierten Klimakommunikation.
Die Folge behandelt die Klimakrise als Alltag in Deutschland: Mit über 6.800 Hitzetoten bis Ende Juni und einem sich verdoppelnden Temperaturanstieg Europas im Vergleich zum globalen Durchschnitt. Die Diskussion zeigt, dass die Bevölkerung den Klimawandel erkannt hat, während die politische Reaktion oft unzureichend wirkt. Im Zentrum stehen praktische Anpassungsmaßnahmen wie Stadtbegrünung, Entsiegelung und nachdenkliche Positionierung zu Klimaanlagen – aber auch die kritische Frage, wie Medien und Journalismus ohne Alarmismus, dafür mit konstruktiven Lösungsperspektiven über Klima berichten sollten.
Zahlen & Fakten
1,79 Prozent
Deutschlands Anteil an weltweiten CO2-Emissionen (Rang 7 von 195 Ländern)
90 Prozent
Anteil der Haushalte mit Klimaanlage in den USA
1,4 Millionen
Teilnehmer am globalen Klimastreik am 20. September 2019 in Deutschland allein
Weitere 16 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
7,6 Millionen
Globale Teilnehmerzahl am Klimastreik von Fridays for Future im September 2019
1.419 Millionen
Bevölkerung Chinas
83 Millionen
Bevölkerung Deutschlands
6.800
Hitzeverursachte Todesfälle in Deutschland bis Ende Juni nach RKI-Zahlen
13.000
Geschätzte hitzebedingten Todesfälle in Deutschland für den Sommer 2026 laut Statistischem Bundesamt
2,2 Grad
Temperaturanstieg in Europa im Vergleich zum vorindustriellen Niveau 1850–1900
3,3 Grad
Temperaturanstieg in der Arktis im Vergleich zum vorindustriellen Niveau
41,7 Grad
Hitzerekord in Brandenburg Ende Juni, höchster je in Deutschland gemessener Wert
30-fache Menge
Verhältnis der Todesfälle durch Hitzewelle zu denen durch Flutkatastrophe im Ahrtal
1,7 Billiarden Watt
Leistung der Wärmeeinstrahlung, die die Menschheit in die Atmosphäre treibt
2,7 bis 2,8 Grad
Temperaturanstieg bis Jahrhundertende, zu dem die derzeitige menschliche Aktivität führt
1,5 Grad
Globales Temperaturziel, das sich die Weltgemeinschaft gesetzt hat
1,8 Erden
Jährlich benötigte nachwachsende Ressourcen im Vergleich zu verfügbaren
9 Grad
Temperaturunterschied zwischen Frankfurt am Main in Hitzewellen und dessen Umland
verzwanzigfacht
Zunahme der Tage mit 35 Grad und mehr seit den 1960er-1970er Jahren
bis zu zweieinhalb Grad
Temperaturerhöhung durch Klimaanlage-Abwärmung in dicht bebauten Städten
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchSo rettet ihr das Klima nicht
• BuchZieht euch warm an, es wird noch heißer
• ArtikelRecherche von Korrektiv und WDR zu Klimaanpassungsstand in deutschen Kommunen (2023)
Weitere 2 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• RechtHitzeschutzplan des Bundesgesundheitsministeriums von 2013
• RechtHamburger Klimaschutzgesetz
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