Ungebremster Klimawandel verursacht bereits heute erhebliche wirtschaftliche und gesundheitliche Kosten; konsequenter Klimaschutz kombiniert mit Anpassungsmaßnahmen kann diese Folgekosten deutlich reduzieren.
Susanne Tappe führt durch die Folge, lässt die Reporterin Oda Lambrecht berichten, wie Unternehmen in Deutschland jetzt schon durch Hitze, Niedrigwasser und Extremwetter belastet sind, und spricht anschließend mit Lukas Sander von Prognos über Methoden und Ergebnisse zur Kostenschätzung. Oda schildert konkrete Beispiele aus Logistik, Bahn, Lebensmittel- und Kaffee-/Kakao‑Produktion. Lukas Sander erklärt, wie Prognos Produktivitätsverluste, Krankmeldungen und Schäden in Szenarien zu gesamtwirtschaftlichen Bandbreiten zusammenfasst und welche Unsicherheiten bleiben.
Zahlen & Fakten
6,3 Milliarden Euro
Geschätzte Kosten der Hitzewelle Ende Juni für die deutsche Wirtschaft laut Prognos.
900 Milliarden Euro
Maximale Bandbreite der von Prognos geschätzten Gesamtschäden durch Extremwetterereignisse in Deutschland bis 2050.
knapp 300 Milliarden Euro
Untere Bandbreite der von Prognos geschätzten Gesamtschäden bis 2050 bei stärkerem Klimaschutz.
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260 Millionen Euro
Jährliche Investitionen der Deutschen Bahn in Prävention im zuletzt genannten Jahr (laut Aussage der Bahn im Beitrag).
1,3 Milliarden Euro
Von der Deutschen Bahn geschätzter Schaden durch die Flutkatastrophe im Ahrtal.
400 Millionen Euro
Grobabschätzung der Kosten für die deutsche Volkswirtschaft pro Hitzetag über 30 °C laut Prognos-Auswertung.
2 % pro Grad
Faustregel in der Prognos‑Analyse: Produktivitätsabnahme pro Grad über 25 °C im Mittel.
3,5 % bis 11 %
Erhöhung von Krankmeldungen an Hitzetagen: etwa 3,5% am ersten Tag, bis zu 11% bei längerer Hitzewelle (laut Prognos-Auswertung).
fast 40 %
Erhöhte Wahrscheinlichkeit tödlicher Arbeitsunfälle an Hitzetagen (in einer zitierten Untersuchung).
1 %
Schätzung des Kiel‑Instituts: Gesamte Industrieproduktion in Deutschland sinkt um 1%, wenn Pegelstände 30 Tage lang zu niedrig sind (2018‑Analyse).
fast 16.000
Anzahl der Hitzetoten seit Jahresbeginn laut Robert‑Koch‑Institut.
fast 10.000
Anzahl der Menschen, die allein Ende Juni im Zusammenhang mit Rekordwerten gestorben sein sollen, laut Nennung im Beitrag.
5 Billionen Euro
Nachrechnung der Wirtschaftsberatung PwC: notwendige Investitionen bis 2045, um Klimaneutralität zu erreichen.
fast 1 Milliarde Euro
Grobabschätzung der Kosten für die deutsche Volkswirtschaft pro Hitzetag über 35 °C laut Prognos-Auswertung.
Rubriken
Organisationen
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudiePrognos (Studie: Kosten der Hitzewelle Juni 2026 für die Arbeitswelt)
• StudiePrognos et al. (Umfassende Studie zu Klimawandelfolgekosten in Deutschland, Projekt für Bundesumwelt‑ und Bundeswirtschafts‑/Klimaschutzministerium 2020–2023)
• StudieRobert‑Koch‑Institut (Angaben zu Hitzetoten seit Jahresbeginn)
Weitere 4 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• StudieKiel‑Institut für Weltwirtschaft (2018‑Analyse zur Auswirkung niedriger Pegelstände auf Industrieproduktion)
• StudiePwC (Analyse: Klimaschutzinvestitionen lohnen sich; Berechnung zu Investitionen bis 2045)
• VideoNDR (TV‑Doku: 'Herr Braun und der grüne Stahl' – Darstellung der Debatte um ArcelorMittal und klimaneutrale Stahlproduktion)
• ArtikelBundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Übersichtsartikel zu Kosten von Klimawandelfolgen in Deutschland)
Wer spricht
SSusanne TappeHOST
Susanne Tappe ist die Moderatorin des ARD Klima‑Update und leitet die Folge, stellt Fragen an Experten und führt durch Reportagen und Studiogespräche.
Alle Auftritte von Susanne Tappe →OOda LambrechtGAST
Oda Lambrecht ist Reporterin der ARD‑Sendung Panorama; in dieser Folge berichtet sie von Recherchen an mehreren deutschen Standorten (Logistikterminal, Bahn, Lebensmittelproduktion) und schildert, welche Kosten Unternehmen bereits jetzt durch Hitze, Niedrigwasser und gestörte Lieferketten tragen.
Alle Auftritte von Oda Lambrecht →LLukas SanderGAST
Senior Projektleiter Klimafolgen und Klimaanpassung bei der Prognos AG; erläuterte die Methode der Kostenberechnung für Hitzetage und erklärte, warum Produktivitätsverluste dominieren.
Alle Auftritte von Lukas Sander →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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