Statt eines rigiden Koalitionszwangs sollten Parlamente themenweise flexible Mehrheiten bilden; kategorische Ausschlussmechanismen (»Brandmauern«) polarisieren die Gesellschaft und schützen nicht automatisch die Demokratie.
Der Politikwissenschaftler Christian Stecker argumentiert, dass die bundesrepublikanische Praxis fester Koalitionspakete in ein fragmentiertes und polarisiertes Parteiensystem nicht mehr passt. Er plädiert für flexible, themenbezogene Mehrheiten im Parlament, bei denen Parteien Sachfragen fallweise mit wechselnden Partnern entscheiden — auch dort, wo dies Kooperationen mit AfD oder Linke theoretisch ermöglicht. Stecker warnt, dass pauschale Ausschlussstrategien (Brandmauern) die AfD strategisch stärken und zu gesellschaftlicher Spaltung beitragen. Als Gegenmodell nennt er Beispiele aus Neuseeland und Skandinavien und diskutiert praktische wie normative Grenzen (Normalisierung, Verfassungsfragen, Verbotsdebatte).
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
CChristian SteckerGAST
Politikwissenschaftler und Professor an der TU Darmstadt; befürwortet flexible, themenbezogene Mehrheiten und ist Autor des im Gespräch genannten Buches.
Alle Auftritte von Christian Stecker →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.