Christian Stecker plädiert dafür, das starr-koalitionäre Mehrheitsmodell zugunsten flexibler, themenbezogener Mehrheiten zu überwinden und die pauschale Brandmauer gegen AfD und Linke zu überdenken.
Im Gespräch mit Benjamin Scherp und Dominik Steffens erklärt Christian Stecker (Politikwissenschaftler, TU Darmstadt), warum die Bundesrepublik an einem Koalitionsmodell aus den 1960er-Jahren festhalte, obwohl das Parteiensystem heute fragmentierter und polariserter sei. Er kritisiert die kategorische Brandmauer als politisches Elitenversagen und schlägt flexible Mehrheiten vor, bei denen Parteien sachbezogen nach Mehrheiten suchen. Abschließend diskutieren die Gesprächspartner Risiken, medialen Druck, Verbotsdebatten und mögliche Vorbilder aus Neuseeland und Skandinavien.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
CChristian SteckerGAST
Politikwissenschaftler und Professor an der TU Darmstadt; befürwortet flexible, themenbezogene Mehrheiten und ist Autor des im Gespräch genannten Buches.
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