Berliner Geschichten
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Die Brüder Sass – Gentlemen-Ganoven und Meisterdiebe

11. Februar 2025 · 39 Min.

In den 1920er-Jahren verübten in Berlin zwei Brüder spektakuläre Bankeinbrüche, darunter ein Millionenraub an der Diskonto‑Bank, dessen Beute bis heute nicht gefunden wurde.

Die Folge erzählt die Lebensgeschichte armer Moabiter Brüder, ihre Entwicklung vom Kleinkriminellen zu technisch versierten 'Gentleman‑Ganoven' und den spektakulären Diskonto‑Bankraub von Januar 1929. Ermittlungen, Medienrummel und die Popularität bei Teilen der Bevölkerung werden ebenso behandelt wie Flucht, Verhaftung und das gewaltsame Ende der Brüder in der NS‑Zeit. Musikalisch kommentiert und historisch ergänzt wird die Episode durch den Gast Alexander Kupsch.

Zahlen & Fakten

2 Millionen Reichsmark

Geschätzter Wert der Beute aus dem Diskontoeinbruch (Schätzung laut Episodendarstellung).

179 von 181

Anzahl der geöffneten Schließfächer im Tresorraum der Diskonto‑Bank nach dem Einbruch.

10.000 Mark

Ausgesetzte Belohnung für Hinweise im Zusammenhang mit dem Bankraub.

Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigen

1929

Jahr des Diskonto‑Bankeinbruchs (Januar 1929).

1933

Jahr, in dem die NSDAP an die Macht kam und das Image der Brüder sich änderte.

1938

Jahr der Auslieferung der Brüder nach Berlin.

1940

Jahr, in dem die Brüder ins KZ Sachsenhausen gebracht und erschossen wurden.

35 und 33 Jahre

Alter der Brüder bei ihrer Erschießung (angesprochene Altersangaben).

40 Zentner

Gewicht der Tresortür, die zunächst nicht geöffnet werden konnte.

14 Stunden

Zeit, die zwei Maurer benötigten, um ein kleines Loch in die Wandarmierung zu stemmen.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Herkunft und krimineller Werdegang der Brüder · ab 01:49: Sozialer Hintergrund in Moabit, frühe Delinquenz und der Weg der Brüder zu technisch versierten Einbrechern.
Der Diskonto‑Bankraub am Wittenbergplatz und Ermittlungserfolge · ab 05:32: Beschreibung des Tunnel‑ und Schneidbrenner‑Einbruchs 1929 sowie der Ermittlungen und kurzzeitigen Festnahmen.
Flucht, Auslieferung, Hinrichtung und das Rätsel der verschwundenen Beute · ab 10:15: Flucht, Auslieferung 1938, Hinrichtung 1940 und das bis heute ungeklärte Verbleiben der Millionenbeute.

Quellen

Zeitraffer (Album) – Alexander Kupsch / Schmielewski

Gründungsgeschichten (Open‑Air‑Wanderausstellung) – Zeitreise ins Deutschland von 1949

Moabiter‑Hymne (Song) – Alexander Kupsch / Schmielewski

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

A
Alexander KupschGAST

Singer‑Songwriter und Bildmontagekünstler, bekannt unter dem Künstlernamen Schmielewski. In der Folge begleitet er die Episode musikalisch, erläutert seinen Song ‚Ganoven‘ vom Album ‚Zeitraffer‘ und spricht über seine Arbeit als Bildmontagekünstler (u. a. die Open‑Air‑Wanderausstellung ‚Gründungsgeschichten‘ mit rund 75 Orten und etwa 300 Bildmontagen).

Alle Auftritte von Alexander Kupsch

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