Berliner Geschichten
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Die Brüder Sass – Gentlemen-Ganoven und Meisterdiebe

11. Februar 2025 · 39 Min.

Die Brüder Sass waren Meisterdiebe der 1920er Jahre, die mit innovativer Schneidbrenner-Technologie Berliner Banken ausraubten, von der Bevölkerung verehrt wurden und deren millionenschwere Beute bis heute verschollen ist.

Die Episode erzählt die Geschichte der Brüder Franz und Erich Sass aus dem Berliner Arbeiterviertel Moabit, die in den 1920er Jahren als Gentlemen-Ganoven und Meisterdiebe berühmt wurden. Sie waren Pioniere der Schneidbrenner-Technologie bei Bankeinbrüchen und wurden von der Bevölkerung wie Volkshelden gefeiert. Der spektakuläre Diskontobankraub 1929 am Wittenbergplatz mit einer Beute von etwa zwei Millionen Reichsmark blieb ungeklärt; das Geld wurde nie gefunden. Nach dem Machtwechsel 1933 flohen sie nach Dänemark, wurden später nach Deutschland extradiert und 1940 im KZ Sachsenhausen hingerichtet. Der Gast Alexander Kupsch alias Schmielewski, Musiker und Bildmontagekünstler, hat die Geschichte in seinem Song „Ganoven" verarbeitet und verbindet historische Recherche mit künstlerischer Kreativität.

Zahlen & Fakten

2 Millionen Reichsmark

Geschätzte Beute aus dem Diskontobankraub am Wittenbergplatz 1929

40 Quadratmeter

Größe der ersten Wohnung der Familie Sass in der Birkenstraße 47, Moabit, in der die Brüder aufwuchsen

179 von 181 Schließfächern

Anzahl der geplünderten Schließfächer im Tresorraum der Diskontogesellschaft

Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigen

10.000 Mark

Ausgesetzte Belohnung für die Ergreifung der Sass-Brüder (wurde nie ausbezahlt)

35 und 33 Jahre

Alter von Franz und Erich Sass bei ihrer Hinrichtung 1940 im KZ Sachsenhausen

300 Bildmontagen

Gesamtumfang von Alexander Kupsch' Kunstwerk aus Altberlin-Fotografien mit verschiedenen Themenschwerpunkten

75 Orte in 360-Grad-Panoramen

Ausmaß von Kupsch' Ausstellung 'Gründungsgeschichten' von 2024, die sich mit der Gründungszeit 1949 befasste

Themen & Erkenntnisse

Aufstieg der Brüder Sass: Vom Moabiter Arbeitermilieu zum Meisterdieb · ab 01:49: Die Sass-Brüder stammten aus Moabits Arbeitermilieu und wurden durch technische Genialität und Innovation zu bahnbrechenden Bankräubern mit Schneidbrenner-Technologie.
Der Diskontobankraub 1929 und ihre Verherrlichung als Volkshelden · ab 05:32: Der Diskontobankraub 1929 machte die Sass-Brüder zu gefeierten Volkshelden; sie wurden wie Popstars behandelt und von der armen Bevölkerung geliebt.
Flucht, Verfolgung und Hinrichtung — das tragische Ende · ab 10:15: Nach der NS-Machtergreifung flohen die Sass-Brüder nach Dänemark, wurden extradiert und 1940 im KZ Sachsenhausen hingerichtet; ihre Beute bleibt unauffindbar.
Alexander Kupsch und die künstlerische Verarbeitung der Sass-Geschichte · ab 13:24: Alexander Kupsch verarbeitet die Sass-Geschichte künstlerisch im Song Ganoven und kombiniert Berliner Geschichte mit modernem künstlerischem Ausdruck.

Wer spricht

C
ChristinaHOST

Co-Moderatorin des Podcasts Berliner Geschichten, diskutiert mit Eva die Entwicklung und Auswirkungen des Z3. Sie bringt ihre Perspektive auf die Computergeschichte ein und trägt zur Analyse von Zuses Leistungen und deren Kontext bei.

Alle Auftritte von Christina
E
EvaHOST

Co-Moderatorin des Podcasts Berliner Geschichten, moderiert und diskutiert die Episode über die Erfindung des Z3 gemeinsam mit Christina. Sie führt das Gespräch über die technischen Details und die historische Bedeutung von Konrad Zuses Computerpionier-Arbeit in Berlin.

Alle Auftritte von Eva
A
Alexander KupschGAST

Singer, Songwriter und Musikproduzent, künstlerisches Pseudonym Schmielewski. Schöpfer des Albums Zeitraffer mit Liedern zu Berliner Geschichte, darunter der Song Ganoven über die Brüder Sass. Zudem Bildmontagekünstler mit über 300 Werken, die historische Altberliner Fotografien mit moderner Perspektive kombinieren. Kurator der Ausstellung Gründungsgeschichten (2024) und Komponist der Moabiter-Hymne, mit der er seinen Heimatbezirk künstlerisch würdigt.

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