Berliner Geschichten
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Gedenkstätte Hohenschönhausen - Das Stasi-Gefängnis

11. März 2025 · 37 Min.

Die Gedenkstätte Hohenschönhausen dokumentiert das Unrechtssystem der DDR-Stasi durch die Erhaltung einer Untersuchungshaftanstalt, deren Methoden der psychischen und physischen Folter noch heute eindringlich vor den Gefahren diktatorischer Unterdrückung warnen.

Die Folge befasst sich mit der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, dem ehemaligen Gefängnis des DDR-Geheimdienstes Stasi. Sie beschreibt die Ortsgeschichte seit 1945, die systematischen Verhafts- und Foltermethoden sowie die psychologischen Techniken der Stasi-Vernehmer. Im Interview mit Zeitzeugen Volker wird dessen persönliches Schicksal als politischer Gefangener in Dresden dargestellt, der nach Ausreiseversuchen 1988 inhaftiert und später freigekauft wurde.

Zahlen & Fakten

20.000

Anzahl der Menschen, die bis Oktober 1946 in Hohenschönhausen als sowjetisches Speziallager 3 inhaftiert waren

11.000

Geschätzte Gesamtzahl der Menschen, die im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen gefangen gehalten wurden

1961

Jahr der Errichtung des U-förmigen Neubaus in Hohenschönhausen mit direkt nebeneinander liegenden Vernehmertrakt und Zellen

Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigen

20 Minuten

Takt, in dem Häftlinge nachts durch grelle Deckenbeleuchtung geweckt wurden, um Schlafentzug als Foltermethode einzusetzen

6 Monate

Maximale Dauer der Untersuchungshaft mit Verhören in Isolationszellen

1 Stunde

Tägliche Freigangszeit in den sogenannten Freiboxen während der Untersuchungshaft

95.000 D-Mark

Betrag, für den Volker 1988 vom DDR-Regime in den Westen freigekauft wurde

1988

Jahr von Volkers Verhaftung am 1. Juni und Freikauf im Oktober; zeitlich vor der Friedlichen Revolution 1989

4,5 Monate

Tatsächliche Haft, die Volker verbüßte, obwohl er zu 2,5 Jahren verurteilt worden war

3. Oktober 1990

Datum, an dem Hohenschönhausen nach dem Fall der Mauer und Wiedervereinigung zur Gedenkstätte wurde

Themen & Erkenntnisse

Geschichte und Struktur der Gedenkstätte Hohenschönhausen · ab 02:43: Die Gedenkstätte war zentrale Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Berlin-Lichtenberg. Das Gelände diente vorher als sowjetisches Speziallager, ab 1951 übernahm die Stasi das Gefängnis, 1961 entstand der U-förmige Neubau.
Verhaftungsmethoden, Isolationshaft und psychische Foltermethoden · ab 03:16: Häftlinge wurden überraschend verhaftet und unmittelbar isoliert. Die Stasi setzte systematisch psychische Folter durch Schlafentzug, Isolationshaft, Demütigung und psychologische Manipulation ein, um Geständnisse zu erzwingen.
Zeitzeugeninterview mit Volker: Inhaftierung und Ausreise · ab 18:42: Der Zeitzeugen Volker berichtet von seiner Verhaftung 1988 in Dresden wegen Ausreiseanträgen und Teilnahme an Friedensgebeten. Nach viereinhalb Monaten Inhaftierung wurde er 1988 freigekauft und konnte in den Westen ausreisen.

Wer spricht

T
Thomas FedrowitzHOST

Schauspieler, Hörbuch- und Synchronsprecher, der diese spezielle Podcast-Episode als Gastedition gestaltete und die bewegende Geschichte der Gedenkstätte Hohenschönhausen künstlerisch präsentierte.

Alle Auftritte von Thomas Fedrowitz
E
EvaHOST

Co-Moderatorin des Podcasts Berliner Geschichten, moderiert und diskutiert die Episode über die Erfindung des Z3 gemeinsam mit Christina. Sie führt das Gespräch über die technischen Details und die historische Bedeutung von Konrad Zuses Computerpionier-Arbeit in Berlin.

Alle Auftritte von Eva
C
ChristinaHOST

Co-Moderatorin des Podcasts Berliner Geschichten, diskutiert mit Eva die Entwicklung und Auswirkungen des Z3. Sie bringt ihre Perspektive auf die Computergeschichte ein und trägt zur Analyse von Zuses Leistungen und deren Kontext bei.

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V
VolkerGAST

Zeitzeuge und ehemaliger politischer Gefangener der DDR-Stasi. 1988 verhaftet in Dresden wegen Ausreiseanträgen und Teilnahme an Friedensgebeten. Wurde für vier Monate inhaftiert, dann freigekauft und ausreist in den Westen. Ist seit seiner Rückkehr nach Berlin als Berliner tätig und teilt seine Erfahrungen als Zeuge der DDR-Diktatur.

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