Mit einem Betonmischer kann man nicht ins Homeoffice gehen (Best-of)
7. August 2026 · 28 Min.
Hans Rusinek warnt, dass die Viertagewoche ohne politische Gestaltung ein Elitenprojekt bleiben, Arbeit spalten, Arbeit verdichten und damit auch demokratische und klimabezogene Aufgaben gefährden kann.
Im Gespräch mit Christian Bollert erläutert Arbeitsforscher Hans Rusinek, warum die Debatte um die Viertagewoche und Homeoffice nicht nur Produktivitätsfragen sind: Viele Experimente nützen vor allem privilegierten Wissensarbeitern, während skaliere bzw. physische Tätigkeiten (z. B. Pflege, Bäckerei, Reinigung) anders betroffen wären. Rusinek plädiert dafür, Zeit als zentrale Ressource zu begreifen, Arbeitszeitverkürzung politisch zu denken und mehr Raum für Reflexion, Care-Arbeit und demokratische Teilhabe zu schaffen.
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CChristian BollertHOST
Christian Bollert ist Journalist und Moderator; er moderiert den brand eins‑Podcast bei Detektor FM, führt durch die Folge, stellt Fragen und ordnet das Thema für das Publikum ein.
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Hans Rusinek ist Arbeitsforscher und Organisationsberater, Autor des Buchs 'Work‑Survive‑Balance' (2023) und beschäftigt sich in Forschung und Beratung mit Zeit, Arbeitskultur, Verantwortung, Care‑Arbeit und Fragen der Resilienz in Zeiten von Klimakrise und Demokratiemüdigkeit; er ist zudem in Diskussionen um Arbeitszeitmodelle und im Club of Rome engagiert.
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