bto – der Ökonomie-Podcast
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Inflation mit Ansage

19. August 2026 · 53 Min.

Die Rückkehr der Inflation ist weitgehend durch übermäßiges Geldmengenwachstum erklärt; Vermögenspreisinflation kann Vorbote breiterer Güterpreisinflation sein.

Dr. Daniel Stelter führt in historische und theoretische Grundlagen der Inflation ein, stellt das Buch "The Dying of Money" vor und erinnert an frühere Warnungen. Im Interview erklärt Tim Congdon aus monetaristischer Sicht, warum starkes Geldmengenwachstum, fiskalische Defizite und staatliche Finanzierung zu anhaltend höheren Preisen führen können. Stelter zieht ein Fazit: 2022/23 ist die Inflation zurückgekehrt, Notenbanken und Staaten sind aber politisch eingeschränkt, die Bereinigung wird schmerzhaft für Vermögenspreise und reale Einkommen.

Zahlen & Fakten

75 %

Angeblichiger Anstieg der Vermögenspreise seit 2005 (Shownotes-Angabe zur Vermögenspreisinflation).

15 %

Angeblicher Reallohnzuwachs im gleichen Zeitraum seit 2005 (Shownotes-Angabe).

26 %

Anstieg der US-Geldmenge im Jahr bis Juni 2020 — laut Tim Congdon die höchste Zunahme seit 1943 (Monats-/Jahresbetrachtung).

Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigen

7,3 % / 6,4 %

Durchschnittliches jährliches Wachstum der Broad Money (7,3 %) versus nominales BIP-Wachstum (6,4 %) seit 1959 (Tim Congdon zitiert historische Zahlen).

12–13 % / ≈10 %

Genannte Geldmengenwachstumsraten: 12–13 % in den USA bzw. rund 10 % in der Eurozone (Kontext: jüngere Periode nach 2020).

7,5 %

Von Lawrence Summers zitierter Anstieg des Verbraucherpreisindex im ersten Quartal (Jahresrate), genannt in der Diskussion um Inflationsrisiken.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Einführung, historische Einordnung und Definition von Inflation · ab 06:51: Definition, historische Beispiele, Demografie/Globalisierung und die Bedeutung von Jens Parssons Buch als Warnsignal vor Vermögenspreisinflation.
Interview mit Tim Congdon: Monetaristische Erklärung und Politikfolgen · ab 19:03: Monetaristische Analyse: zu schnelles Geldmengenwachstum, QE und fiskalische Finanzierung treiben anhaltende Inflation; USA besonders risikobehaftet.
Fazit und Ausblick: Beobachtungen 2021–2026 und politische Implikationen · ab 52:02: Bilanz: Inflation ist zurück; Geldmengenwachstum und politische Zwänge beschränken Notenbanken, was Vermögenspreise und Realeinkommen belastet.

Quellen

BuchDying of Money – Lessons of the Great German and American Inflations (Buch, Jens O. Parsson / Ronald H. Marcks)

ArtikelKommentar von Lawrence Summers in der Washington Post (Einschätzung zu rasch steigenden Verbraucherpreisen und Inflationsrisiken)

ArtikelBeitrag von Joseph Stieglitz für Project Syndicate (Reaktion auf Summers; Einordnung der Inflationsgefahr)

Weitere 1 Quelle anzeigen

RedeMiller Lectures (1959) von Milton Friedman — zitierte Vorlesungen zur Rolle der Broad Money und langfristigen Geldmengenwachstumsraten

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

D
Dr. Daniel StelterHOST

Dr. Daniel Stelter ist Moderator des Ökonomie‑Podcasts BTO und Autor. In dieser Folge führt er in die Debatte um Ungleichheit ein, ordnet frühere Studien und WHO‑Thesen ein und moderiert das Gespräch mit Nicolas Sommet.

Alle Auftritte von Dr. Daniel Stelter
T
Tim CongdonGAST

Tim Congdon ist ein britischer Ökonom und langjähriger Vertreter monetaristischer Positionen. Er war Mitglied des Treasury Panel of Independent Forecasters (1992–1997), ist Vorsitzender des Institute of International Monetary Research (seit 2014) an der University of Buckingham und argumentiert, dass Geldmengenwachstum zentral für Inflationsentwicklungen ist.

Alle Auftritte von Tim Congdon

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