Deutschland befindet sich in einem Investitionsstreik: Produktive Netto-Investitionen sind faktisch null, weil hohe Kosten (Energie, Bau, Löhne), lange Genehmigungszeiten und regulatorische Barrieren den Standort unattraktiv machen.
Die Folge diskutiert die McKinsey-Studie »Catalyzing Competitiveness«, die zeigt, dass Deutschland gegenüber den besten Standorten in vielen Industrien erhebliche Kostennachteile hat und daher kaum noch produktiv netto investiert wird. Dr. Daniel Stelter bespricht die Diagnose und führt ein ausführliches Interview mit Dr. Jan Mischke (McKinsey), der Methoden, Branchenbefunde und sechs Hebel erklärt, mit denen ein großer Teil der Lücke geschlossen werden könnte. Abschließend werden konkrete politische Hebel (Energie, Arbeitsmarkt, Bürokratie, Innovation) und die bislang unzureichende Regierungspolitik kritisiert.
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DDr. Daniel StelterHOST
Dr. Daniel Stelter ist Moderator des Ökonomie‑Podcasts BTO und Autor. In dieser Folge führt er in die Debatte um Ungleichheit ein, ordnet frühere Studien und WHO‑Thesen ein und moderiert das Gespräch mit Nicolas Sommet.
Alle Auftritte von Dr. Daniel Stelter →DDr. Jan MischkeGAST
Dr. Jan Mischke ist Partner am McKinsey Global Institute (MGI) in Zürich und leitet seit 2010 die Forschung des MGI zu Produktivität und Wohlstand. Sein Arbeitsspektrum umfasst Wettbewerbsfähigkeit von Regionen, Infrastruktur, Bauwesen und die Stabilität von Bilanzen; er ist Mitautor der Standortstudie »Catalyzing Competitiveness«. Er erklärt im Interview Methodik, Fallrechnungen und die sechs Hebel zur Schließung von Kostennachteilen.
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