Deutschland durchläuft keinen plötzlichen ‚Niedergang‘, sondern einen strukturellen Wandel: Rückgang der Produktion und sinkende Bruttowertschöpfung deuten auf eine reale, zum großen Teil hausgemachte Deindustrialisierung hin, die politische Reformen erfordert.
Dr. Daniel Stelter ordnet die Debatte um Deindustrialisierung ein und vergleicht zwei Gegenpositionen: Prof. Dr. Harro Heilmann relativiert den Rückgang, indem er auf Bruttowertschöpfung statt Produktionsindex verweist; das DIW (Schiersch & Kritikos) sieht hingegen eine hausgemachte, strukturelle Krise. Im Gesprächsarchiv erläutert Prof. Dr. Timo Wollmershäuser (ifo) die Unterschiede zwischen Produktion und Bruttowertschöpfung, den Trend zu immateriellen Investitionen und die Standortrisiken. Fazit: Erste Warnsignale sind sichtbar; gezielte Reformen sind nötig.
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Dr. Daniel Stelter ist Moderator des Ökonomie‑Podcasts BTO und Autor. In dieser Folge führt er in die Debatte um Ungleichheit ein, ordnet frühere Studien und WHO‑Thesen ein und moderiert das Gespräch mit Nicolas Sommet.
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Prof. Dr. Timo Wollmershäuser ist stellvertretender Leiter des IFO‑Bereichs Konjunkturprognosen und einer der prominenten Konjunkturforscher Deutschlands. Er studierte in Würzburg und Sydney, promovierte in Mainz und ist seit 2007 am IFO‑Institut tätig; seine Forschungsschwerpunkte sind kurz‑ und mittelfristige Konjunkturprognosen sowie Struktur‑ und Industriepolitik; Co‑Autor der ifo‑Analyse (Februar 2024).
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