bto – der Ökonomie-Podcast
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Offene Schranken statt Gegen-Zölle

17. Juni 2026 · 42 Min.

Gabriel Felbermayr empfiehlt als Reaktion auf die US-Zollpolitik offene Schranken und eine eigenständige europäische Freihandelsagenda statt pauschaler Vergeltungszölle.

Dr. Daniel Stelter führt in ein wiederveröffentlichtes Gespräch mit Gabriel Felbermayr ein, in dem die jüngsten US-Zölle und ihre weltwirtschaftlichen Folgen diskutiert werden. Felbermayr erklärt, warum Vergeltungszölle riskant sind, nennt ökonomische Argumente für und gegen Zölle und plädiert für eine kombinierte Strategie aus maßvoller Gegenwehr, Verhandlungsdruck und einem Angebot an Freihandel. Er betont außerdem die Notwendigkeit von Strukturreformen in Europa und gezielten Maßnahmen zur Diversifizierung von Lieferketten.

Zahlen & Fakten

15%

genannte Höhe der US‑Zölle auf die meisten EU‑Produkte (Turnberry‑Deal) in der Episode

10%

erwähnter Mindestzoll in der US‑Ankündigung auf bestimmte Warengruppen

39%

von Trump genannte Zahl, mit der er angeblich europäische Handelsbarrieren quantifiziert

Weitere 1 Zahl & Fakten anzeigen

400 Milliarden Euro

genanntes Primäreinkommen, das Amerikaner angeblich 2023 in Europa erzielt haben

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Anlass: US-Zölle und Vorstellung von Gabriel Felbermayr · ab 01:17: Einführung: Anlass der Folge sind die neuen US‑Zölle und die Vorstellung des Handelsökonomen Gabriel Felbermayr.
Analyse: Ökonomische Argumente zu Zöllen und globalen Ungleichgewichten · ab 05:02: Felbermayr erklärt ökonomische Gründe für und gegen Zölle, die Rolle globaler Ungleichgewichte und die Risiken eines Zollkriegs.
Politikempfehlungen: Maßvolle Gegenwehr, Freihandel-Angebote und Diversifizierung · ab 30:26: EU sollte maßvoll und koordiniert reagieren, zugleich Freihandelsangebote machen und in Reformen sowie Lieferketten‑Diversifizierung investieren.

Quellen

BuchBuch 'Der Freihandel hat fertig' von Gabriel Felbermayr und Martin Braml (2024)

StudieStudie/Analyse des IMD (Lausanne) zur Zeitspanne, bis verlorene US‑Absätze durch andere Märkte ausgeglichen werden können, im Gespräch erwähnt

StudieAussage von Kolleg:innen am Peterson Institute (Washington) zur historischen Größenordnung der durchschnittlichen Zollerhöhung, im Gespräch zitiert

Weitere 2 Quellen anzeigen

ArtikelPaul Krüppmann (Kommentar in der New York Times) wird im Gespräch als vergleichende Position genannt

StudieFrühjahrsgutachten 2026 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (in den Shownotes genannt)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

D
Dr. Daniel StelterHOST

Dr. Daniel Stelter ist Moderator des Ökonomie‑Podcasts BTO und Autor. In dieser Folge führt er in die Debatte um Ungleichheit ein, ordnet frühere Studien und WHO‑Thesen ein und moderiert das Gespräch mit Nicolas Sommet.

Alle Auftritte von Dr. Daniel Stelter
G
Gabriel FelbermayrGAST

Gabriel Felbermayr ist Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) und Universitätsprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Im Gespräch erklärt er ökonomische Argumente zu Zöllen, erörtert das Dollar‑Privileg, verweist auf Risiken globaler Ungleichgewichte und plädiert für Freihandel, Lieferketten‑Diversifizierung sowie gezielte Reformen in Europa.

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