Ohne eine klare, langfristige Vision und mutige politische Führung droht Deutschland wirtschaftlicher Niedergang; Dr. Jochen Andritzky fordert im Gespräch mit Dr. Daniel Stelter ein Zielbild und strukturelle Reformen statt kleinteiliger Symptombekämpfung.
Die Folge beginnt mit der Einordnung des Frühjahrsgutachtens 2026 des Sachverständigenrats: Deutschland steckt nach Ansicht der Wirtschaftsweisen in einer strukturellen Schwächephase mit steigenden Sozialversicherungsbeiträgen. Im Interview erklärt Dr. Jochen Andritzky, warum das Land eine langfristige Vision braucht, um Prioritäten zu setzen, Innovationen zu fördern und Reformen durchzusetzen. Er benennt konkrete Hebel — Arbeitsmarktflexibilisierung, Entkopplung von Sozialversicherung und Beschäftigungsverhältnis, Bürokratie- und Produktmarktentflechtung sowie Delegation staatlicher Aufgaben an unabhängige Institutionen. Daniel Stelter ergänzt Kritik an aktueller politischer Führung und appelliert an Mut und strategische Sanierungskompetenz.
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Dr. Daniel Stelter ist Moderator des Ökonomie‑Podcasts BTO und Autor. In dieser Folge führt er in die Debatte um Ungleichheit ein, ordnet frühere Studien und WHO‑Thesen ein und moderiert das Gespräch mit Nicolas Sommet.
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Dr. Jochen Andritzky ist Ökonom, Mitgründer des Thinktanks Zukunft Fabrik 2050 und Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen. Er war von 2015 bis 2019 Generalsekretär des Sachverständigenrats, arbeitete über 15 Jahre für den Internationalen Währungsfonds und plädiert in seinem Januar-2026 erschienenen Buch 'Visionen braucht das Land' für eine langfristige, zielorientierte Politik.
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