bto – der Ökonomie-Podcast
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Vermögen schlägt Einkommen

16. August 2026 · 1 Std. 7 Min.

Vermögenspreise sind über die letzten Jahrzehnte deutlich schneller gestiegen als Einkommen, wodurch Vermögen an Bedeutung gewinnt und Aufstieg über Arbeit/Sparen erschwert wird.

Der Podcast erklärt, dass Vermögenspreise (vor allem Immobilien und Finanzwerte) in vielen westlichen Ländern deutlich stärker als Löhne zulegten, was die Bedeutung passiver Vermögenszuwächse gegenüber Erwerbseinkommen erhöht. Ursache sind vor allem lockere Geldpolitik, Zinssenkungen und geldpolitische Rettungsmaßnahmen; in Deutschland verschärfte die Entwicklung seit etwa 2012 die Probleme. Diskussion und Datenbasis stammen u. a. aus dem Vermögenspreisindex des Flossbach‑von‑Storch‑Research‑Institute und der Bundesbank‑Erhebung.

Zahlen & Fakten

75 %

Anstieg der Vermögenspreise privater Haushalte in Deutschland seit Beginn der Flossbach‑von‑Storch‑Zeitreihe (2005) bis Q1‑2026

15 %

Realer Lohnanstieg im gleichen Zeitraum (seit 2005) laut Flossbach‑von‑Storch‑Analyse

17 % / 86 %

Vermögenspreisanstieg über 20 Jahre: untere Mittelschicht +17 %, wohlhabendste Haushalte +86 % (Unterschiede nach Vermögensklassen)

Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigen

41,9 %

Geschätzte Wohneigentumsquote in Deutschland (Anteil Haushalte mit Eigentum)

64 %

Anteil Immobilien am Gesamtvermögen privater Haushalte (Teil der Sachwertequote)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Einstieg: Wandel von Einkommen zu Vermögen als soziales Signal · ab 00:10: Vermögen gewinnt gegenüber Einkommen an Bedeutung; Aufstieg durch Arbeit wird deutlich schwieriger und politisch relevanter.
Vermögenspreisindex, Befunde und Triebkräfte · ab 10:00: Vermögenspreisindex zeigt starken Anstieg (Immobilien, Aktien) und macht Geldpolitik samt Cantillon‑Effekt als Haupttreiber aus.
Folgen, Ausblick und individuelle/politische Handlungsoptionen · ab 01:05:08: Gesellschaftliche Spannungen, mögliche Steuer- und geldpolitische Gegenmaßnahmen; individueller Rat: früh diversifizieren und Vermögensbildung betreiben.

Quellen

ArtikelJohn Burn‑Murdoch (Financial Times): Kommentar 'We've moved from income world to wealth world' (Analysiert die relative Entwicklung von Einkommen und Vermögen in UK, USA, Deutschland und Frankreich)

StudieAnalyse 'Vermögenspreise steigen weiter – Vermögenspreisindex Deutschland Q1‑2026' von Philipp Immenkötter, Flossbach‑von‑Storch Research Institute (Quartalsbericht mit Zeitreihe seit 2005)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

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Dr. Daniel StelterHOST

Dr. Daniel Stelter ist Moderator des Ökonomie‑Podcasts BTO und Autor. In dieser Folge führt er in die Debatte um Ungleichheit ein, ordnet frühere Studien und WHO‑Thesen ein und moderiert das Gespräch mit Nicolas Sommet.

Alle Auftritte von Dr. Daniel Stelter
D
Dr. Philipp ImmenkötterGAST

Dr. Philipp Immenkötter ist Senior Research Analyst am Flossbach‑von‑Storch‑Research‑Institute in Köln und promovierter Wirtschaftsmathematiker mit Promotion in Finanzierungslehre. Er ist verantwortlicher Autor des quartalsweise veröffentlichten Vermögenspreisindex (Zeitreihe ab 2005) und forscht zu Kapitalmärkten, Inflation, Subventionspolitik und Aktienrückkäufen; in der Folge erläutert er Methodik, Befunde und Ursachen der Vermögenspreisentwicklung.

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