Rechtsextremismus ist bei Jugendlichen längst kein Randphänomen mehr, sondern hat sich als „rebellischer Lifestyle" in Schulen und sozialen Medien etabliert – und diese Normalisierung zu durchbrechen erfordert Zivilgesellschaft, Partizipation und das Hören auf diejenigen, die bereits dagegen ankämpfen.
Jakob Springfeld berichtet von einer Veränderung in deutschen Schulen: Während früher Rechtsextremismus durch klassische Szenecodes erkennbar war, ist es heute subtiler und gefährlicher. Junge Menschen werden auf Social Media mit vermeintlich harmlosen Inhalten (Fitness, Dating, Erfolg) gelockt, die schnell in rechtsextreme Rabbit-Holes führen. Die eigentliche Gefahr liegt weniger bei organisierten Neonazi-Gruppen als vielmehr bei der Normalisierung menschenfeindlicher Ideologie durch verbreitete Influencer und gesellschaftliche Diskurse. Springfeld zeigt auf, wie entscheidend Selbstwirksamkeit, echte Partizipation in Schulen und langfristige Unterstützung lokaler demokratischer Initiativen sind – statt kurzfristiger Projekte ohne strukturelle Veränderung.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
JJakob SpringfeldGAST
Autor, studiert Politikwissenschaft und Soziologie in Halle an der Saale, erhielt 2020 die Theodor-Heuss-Medaille für Engagement für Demokratie und Bürgerrechte. Verfasste die Bücher ‚Unter Nazis: Jung, Ostdeutsch, gegen rechts' (2020) und ‚Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert' (2024).
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Katharina Nocun ist Journalistin und Podcasterin, Moderatorin und Betreiberin des Podcasts "Denkangebot". Sie befasst sich thematisch mit politischen Diskursen und Extremismuskritik. In dieser Sonderausgabe moderiert sie live bei der Republika in Berlin und führt ein ausführliches Gespräch über rechtsextreme Codes und Dog Whistles.
Alle Auftritte von Katharina Nocun →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.