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Jakob Springfeld über rechtsextreme Jugendkultur und die AfD

7. Juni 2026 · 1 Std. 1 Min.

Rechtsextremismus ist bei Jugendlichen längst kein Randphänomen mehr, sondern hat sich als „rebellischer Lifestyle" in Schulen und sozialen Medien etabliert – und diese Normalisierung zu durchbrechen erfordert Zivilgesellschaft, Partizipation und das Hören auf diejenigen, die bereits dagegen ankämpfen.

Jakob Springfeld berichtet von einer Veränderung in deutschen Schulen: Während früher Rechtsextremismus durch klassische Szenecodes erkennbar war, ist es heute subtiler und gefährlicher. Junge Menschen werden auf Social Media mit vermeintlich harmlosen Inhalten (Fitness, Dating, Erfolg) gelockt, die schnell in rechtsextreme Rabbit-Holes führen. Die eigentliche Gefahr liegt weniger bei organisierten Neonazi-Gruppen als vielmehr bei der Normalisierung menschenfeindlicher Ideologie durch verbreitete Influencer und gesellschaftliche Diskurse. Springfeld zeigt auf, wie entscheidend Selbstwirksamkeit, echte Partizipation in Schulen und langfristige Unterstützung lokaler demokratischer Initiativen sind – statt kurzfristiger Projekte ohne strukturelle Veränderung.

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Rechtsextreme Jugendkultur und ihre neuen Formen · ab 02:54: Rechtsextremismus wird heute weniger über Kleidung als über Social-Media-Lifestyle und emotionale Ansprache verbreitet, was Jugendliche subtil radikalisiert ohne dass sie sich selbst als Neonazis verstehen.
Social Media, Algorithmen und die Anziehung extremrechter Inhalte · ab 14:00: Extremrechte hacken Empfehlungsalgorithmen und emotionale Unsicherheiten ab, während progressive Akteure zu stark auf Fakten fokussieren und die emotionale Dimension vernachlässigen.
Lösungsansätze: Partizipation, Zivilgesellschaft und langfristige Arbeit · ab 36:43: Echte Veränderung braucht Partizipation statt Projekttage, dauerhafte Beziehungen statt Krisenmobilisierung und den Fokus auf Betroffene statt auf die Radikalisierung von Tätern.

Wer spricht

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Jakob SpringfeldGAST

Autor, studiert Politikwissenschaft und Soziologie in Halle an der Saale, erhielt 2020 die Theodor-Heuss-Medaille für Engagement für Demokratie und Bürgerrechte. Verfasste die Bücher ‚Unter Nazis: Jung, Ostdeutsch, gegen rechts' (2020) und ‚Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert' (2024).

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Katharina NocunHOST

Katharina Nocun ist Journalistin und Podcasterin, Moderatorin und Betreiberin des Podcasts "Denkangebot". Sie befasst sich thematisch mit politischen Diskursen und Extremismuskritik. In dieser Sonderausgabe moderiert sie live bei der Republika in Berlin und führt ein ausführliches Gespräch über rechtsextreme Codes und Dog Whistles.

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