Angst ist in Putins Russland das zentrale Herrschaftsmittel: Sie wird vom Staat systematisch verbreitet, hat tiefe historische Wurzeln in der Sowjetzeit und durchdringt nun alle Bereiche der Gesellschaft – von Bürgern über Eliten bis zur Außenpolitik.
Diese Ostcast-Folge analysiert die Angst als Herrschaftsinstrument in Russland. Die Hosts Michael Thumann und Alice Bota diskutieren, wie der russische Staat durch schwammige Gesetze wie die "Ausländischer-Agenten"-Regelung, die Einstufung von Organisationen als "extremistisch" und systematische Unterdrückung Angst als Alltagserfahrung etabliert hat. Sie zeigen, wie diese Angst generationsübergreifend weitergegeben wird, wie sie selbst die Elite und Putin persönlich prägt, und wie Russland versucht, diese Angst auch nach außen zu exportieren – etwa durch Atomdrohungen gegen den Westen.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
AAlice BotaHOST
Osteuropa-Korrespondentin der ZEIT, war lange Jahre vor Ort in Ostmitteleuropa und der Ukraine tätig, berichtet über Politik und Gesellschaft der Region, sitzt nun in Berlin und beschäftigt sich mit deutscher Außenpolitik.
Alle Auftritte von Alice Bota →MMichael ThumannHOST
Leiter des Moskauer Büros der ZEIT und Moskau‑Korrespondent; berichtet vor Ort über Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Russland und ist Co‑Moderator des Podcasts „Ostcast“. (Er liefert in dieser Folge Eindrücke aus Moskau und Regionen.)
Alle Auftritte von Michael Thumann →IIrina ScherbakowaGAST
Historikerin, Mitgründerin der Menschenrechtsorganisation Memorial (Friedensnobelpreis 2022), Zeitzeugin des Aufstiegs Putins, lebt im Exil in Berlin
Alle Auftritte von Irina Scherbakowa →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.