Der Rest ist Geschichte
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250 Jahre USA (2/4) - Das rassistische Erbe der USA

11. Juni 2026 · 45 Min.

Rassismus ist ein tief verwurzeltes und bis in die Gegenwart wirkendes Element der US-Geschichte, das das Gleichheitsversprechen der Nation systematisch einschränkte und weiterhin politische und gesellschaftliche Konflikte prägt.

Die Folge beleuchtet, wie das in der Unabhängigkeitserklärung formulierte Gleichheitsversprechen von Beginn an exklusiv ausgelegt wurde und viele Gruppen ausschloss. Historische Praktiken wie Sklaverei, Vertreibung indigener Völker und Einwanderungsbeschränkungen werden mit ihren langfristigen Folgen verknüpft. Zugleich thematisiert die Episode antirassistische Bewegungen und aktuelle politische Debatten, die bestehende Errungenschaften anfechten und rückgängig machen wollen.

Zahlen & Fakten

6,5 %

Ungefähre Anteil der US-Bevölkerung, die sich heute als indigene Menschen bezeichnet

250

Anlass der vierteiligen USA-Reihe: 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten

1619

Jahr, in dem circa 20 versklavte Menschen in Virginia ankamen und als frühe Wurzel der nordamerikanischen Sklaverei genannt werden

Weitere 13 Zahlen & Fakten anzeigen

20

Ungefähre Zahl der bei der Ankunft 1619 in Virginia an Land gegangenen versklavten Personen

13.

13. Zusatzartikel zur Verfassung (1865): formelles Verbot der Sklaverei

4.700

Mehr als 4.700 schwarze Männer, Frauen und Kinder wurden zwischen 1882 und 1968 Opfer von Lünchmorden

3.900

Zahl der Lünchmord-Opfer in den Südstaaten, von denen es Belege gibt

1861–1865

Dauer des Amerikanischen Bürgerkriegs

1964

Jahr, in dem der Civil Rights Act unterzeichnet wurde

1955

Jahr des Lünchmords an dem 14-jährigen Emmett Till, das zur Mobilisierung der Bürgerrechtsbewegung beitrug

14

Alter von Emmett Till zum Zeitpunkt seines Mordes

2022

Jahr der Verabschiedung des Emmett Till Anti-Lynching-Act auf Bundesebene

1830

Jahr des Indian Removal Act, Beginn systematischer Vertreibungen indigener Völker

1848

Jahr des Kriegsendes gegen Mexiko; die USA zahlten 15 Millionen Dollar und erhielten große Gebiete im Südwesten

1924

Jahr des Immigration Act, der Einwanderung bestimmter Gruppen erschwerte

1947

Jahr, in dem die Rassentrennung zwischen weißen und mexikanischstämmigen Kindern in Kalifornien für verfassungswidrig erklärt wurde (Mendez vs. Westminster)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Einführung: Gleichheitsversprechen, Gegenwartspolitik und historische Deutungen · ab 00:00
Sklaverei, Jim Crow, Lynchjustiz und Bürgerrechtsbewegung · ab 07:24
Weitere Ausschlüsse: Indigene, Hispanics, Asiaten, Iren und Einwanderungspolitik · ab 23:02

Quellen

Artikel1619-Project der New York Times (Serie zur Geschichte der Sklaverei und ihrer Folgen)

RechtEmmett Till Anti-Lynching-Act (Bundesgesetz, 2022)

RechtCivil Rights Act (Gesetz, 1964)

Weitere 2 Quellen anzeigen

RechtMendez vs. Westminster (Gerichtsentscheidung zur Schulrassentrennung in Kalifornien, 1947)

BuchHow the Irish Became White von Noel Ignatius (Erwähnt im Zusammenhang mit der Assimilation irischer Einwanderer)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

H
Heike PaulGAST

Kulturwissenschaftlerin; Professorin für Amerikanistik an der Uni Erlang-Nürnberg. In der Folge erläutert sie das Spannungsverhältnis zwischen dem Gleichheitsversprechen der Unabhängigkeitserklärung und der realen Ausgrenzung verschiedener Gruppen sowie historische Kontinuitäten von Rassismus.

Alle Auftritte von Heike Paul
S
Silvan NiedermeierGAST

Historiker an der Uni Erfurt, forscht unter anderem zur Geschichte des Rassismus in den USA. Kommentiert in der Folge Schulbuchdebatten, politische Instrumentalisierung von Geschichte und frühe Entwicklungen der Sklaverei.

Alle Auftritte von Silvan Niedermeier

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