Der Wolf ist nach Deutschland zurückgekehrt und das Zusammenspiel von Geschichte, Mythos und Politik bestimmt bis heute, wie Gesellschaft und Staat mit ihm umgehen.
Die Folge erklärt, wie der Wolf in Deutschland ausgerottet, mythifiziert und schließlich wiederangesiedelt wurde. Andreas Deutsch und Martin Reinheimer erläutern historische Jagdpraktiken, Wolfsmythen (z. B. Rotkäppchen, Wehrwölfe) und medizinische Faktoren wie Tollwut. Gleichzeitig beleuchten sie die aktuelle Debatte: Bestandszahlen, Schutzstatus und die 2026 erfolgte Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz spalten Gesellschaft und Politik.
Zahlen & Fakten
1904
Jahr, in dem die zuletzt dokumentierte Wölfin (‚Tiger von Sabrot‘) in Deutschland getötet wurde.
41 kg
Gewicht der 1904 in der Oberlausitz erlegten Wölfin, die in Museen präpariert wurde.
150 Schützen, 120 Treiber, 130 Hunde
Teilnehmerzahlen einer großen Treibjagd im Odenwald (1866).
Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
über 10.000
Anzahl von Wolfsangriffen auf Menschen, die der Forscher Jean-Marc Morisseau für Frankreich nachweisen konnte.
< 500
Anzahl der Wolfsangriffe auf Menschen weltweit (Nordamerika, Teile Europas und Asiens) für den Zeitraum 2002–2020 laut Norwegischem Institut für Naturforschung.
200.000–300.000
Geschätzte Anzahl von Wölfen weltweit in freier Wildbahn (globaler Bestandsschätzwert).
~1.600
Rund 1.600 Wölfe in ganz Deutschland laut offiziellen Zahlen des Bundesumweltministeriums für 2025.
2026
Jahr, in dem die Bundesregierung den Wolf in das deutsche Bundesjagdgesetz aufnahm.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieBundesumweltministerium (offizielle Bestandszahlen für 2025: rund 1.600 Wölfe in Deutschland)
• StudieNorwegisches Institut für Naturforschung (Auswertung zu Wolfsangriffen 2002–2020)
• StudieJean-Marc Morisseau (Forschung zu Wolfsangriffen in Frankreich, Nachweis von über 10.000 Fällen)
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• RechtBundesjagdgesetz (Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht 2026 durch die Bundesregierung)
Wer spricht
AAndreas DeutschGAST
Rechtswissenschaftler, Honorarprofessor an der Universität Heidelberg und Präsident der Heidelberger Rechtshistorischen Gesellschaft. Er forscht zur Rechts‑ und Kulturgeschichte des Wolfs in Mitteleuropa, hat historische Akten, Sühnekreuze und Berichte zu Wolfsangriffen und Jagdpraktiken ausgewertet und liefert zahlreiche Beispiele aus Mittelalter und Neuzeit.
Alle Auftritte von Andreas Deutsch →MMartin ReinheimerGAST
Professor an der Süddänischen Universität in Odense mit über 30 Jahren Forschungserfahrung zum Verhältnis von Mensch und Wolf. Er analysiert kulturelle Projektionen, Mythosbildung (z. B. Wehrwölfe, Romulus/Remus) und erläutert historische Ursachen wie Tollwut und Kriegsfolgen für vermehrte Wolfskontakte.
Alle Auftritte von Martin Reinheimer →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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