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Memorandum - Der Iran nach dem Trump-„Deal“

18. Juni 2026 · 31 Min.

Der Iran verhandelt geschickter als die USA: Während Trump für symbolische Zusagen über Atomwaffen massive finanzielle Hilfen und technische Zugeständnisse vergibt, behält das iranische Regime sein Raketenprogramm und die Kontrolle über die Straße von Hormuz.

In dieser Episode diskutieren Moderatorin Stephanie Rohde und ihre Gäste die Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran sowie die Transformationen der NATO. Das Memorandum verspricht dem Iran 300 Milliarden Dollar Wiederaufbauhilfen, sanktionsfreie Ölexporte und Verzicht auf Fragen zum Raketenprogramm, während der Iran nur vage Zusagen zum Atomwaffenbau macht. Gleichzeitig präsentiert US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in Brüssel eine aggressive „NATO 3.0" und kündigt erhebliche Kürzungen der US-Truppenpräsenz in Europa an, was auf zunehmende amerikanische Unzuverlässigkeit als Bündnispartner hindeutet.

Zahlen & Fakten

300 Milliarden Dollar

Von den USA zugesagte Wiederaufbauhilfen für den Iran nach dem Memorandum

100 bis 120 Milliarden US-Dollar

Eingefrorene Gelder des iranischen Regimes, die gemäß Abkommen freigegeben werden sollen

150 Milliarden US-Dollar

Nach Medienberichten bereits von verschiedenen Firmen und Staaten zugesicherte Wiederaufbauhilfen für den Iran

Weitere 17 Zahlen & Fakten anzeigen

20 Prozent

Erhöhung der Verteidigungsausgaben durch Europäer und Kanada 2025 gegenüber 2024

90 Milliarden

Zusätzliche Verteidigungsmittel von Europäern und Kanada 2025 im Vergleich zu 2024

5 Prozent

Beschlossenes NATO-Ziel für Verteidigungsausgaben (Beschluss von Den Haag vor etwa einem Jahr)

60 bis 70 Milliarden

Geschätzter Militärfinanzbedarf der Ukraine für das laufende Jahr zusätzlich zur EU-Hilfe

30 bis 40 Milliarden

Noch zu sammelnde Mittel für den ukrainischen Militärfinanzbedarf nach bisherigen Zusagen

300 Milliarden Dollar

Versprochene Wiederaufbauhilfen für den Iran durch die USA im Memorandum

100–120 Milliarden US-Dollar

Eingefrorene iranische Vermögenswerte, die der Iran gemäß dem Abkommen zurückerhält

Mindestens 2 Millionen

Menschen, die während des Krieges im Iran ihre Arbeit verloren haben

150 Milliarden US-Dollar

Bereits zugesicherte Investitionen von verschiedenen Firmen und Staaten für den iranischen Wiederaufbau

20 Prozent

Erhöhung der europäischen Verteidigungsausgaben 2025 im Vergleich zu 2024

90 Milliarden

Zusätzliche Verteidigungsausgaben Europas und Kanadas 2025 (gegenüber 2024)

5 Prozent

Zielquote für NATO-Mitglieder bei Verteidigungsausgaben (Beschluss von Den Haag)

60–70 Milliarden

Geschätzter zusätzlicher Militärfinanzbedarf der Ukraine für das laufende Jahr

30–40 Milliarden

Noch erforderliche Finanzmittel für die Ukraine-Unterstützung, die gesucht werden

60 Tage

Verhandlungsfrist bis zu einem endgültigen Abkommen zwischen USA und Iran

60 Tage

Frist für die Ausarbeitung eines endgültigen Abkommens zwischen Iran und USA nach der Absichtserklärung

zwei Millionen Menschen

Mindestens Arbeitsplätze, die während des Krieges im Iran verloren gingen (Regime-Angaben)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Das Iran-Memorandum: Gewinn für das Regime · ab 00:00
Iranische Innenpolitik und Bevölkerung unter Druck · ab 02:54
NATO-Spannungen: Hegseth fordert radikale Umstrukturierung · ab 17:50

Quellen

StudieUS-amerikanische Geheimdienstberichte vergangenen Sommer über iranische Atomwaffenprogramm-Entscheidung

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

S
Stefanie RohdeHOST

Stefanie Rohde ist Moderatorin und Journalistin beim Deutschlandfunk und Host der Abendsendung »Der Tag«. Sie führt durch die Themen der Episode, moderiert Interviews mit Korrespondenten und ordnet die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse redaktionell ein.

Alle Auftritte von Stefanie Rohde
D
Diba MirzaieGAST

Iran-Expertin und assoziierte Forscherin beim GIGA-Institut für Nahost-Studien. Diba Mirzaie analysiert schwerpunktmäßig die Außenpolitik des Iran und internationale Beziehungen im Mittleren Osten. Sie trat in der Debatte "Der Tag – Memorandum" zu den Folgen des Trump-Deals auf.

Alle Auftritte von Diba Mirzaie
K
Klaus RemmeGAST

Klaus Remme ist Brüssel‑Korrespondent im Deutschlandfunk und berichtete für den Sender vor Ort aus Ankara. Im Interview analysiert er den Auftritt des US‑Präsidenten, die öffentliche Rhetorik versus die Beratungen hinter verschlossenen Türen sowie die Verhandlungen zu Verteidigungsausgaben und Industriekooperationen.

Alle Auftritte von Klaus Remme

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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