Robert Freustel ordnet den AfD‑Parteitag in Erfurt so ein: Die Partei gibt sich staatstragend und geschlossen, doch der radikale Flügel dominiert und interne Konflikte können wieder aufflammen.
Im Gespräch erklärt Robert Freustel, dass die AfD sich auf dem Parteitag in Erfurt geschlossen und staatstragend präsentiert, um politisch handlungsfähig zu wirken. Zugleich sei der radikale Flügel mittlerweile dominant; Kompromisse innerhalb der Partei (etwa Vorstandsinterventionen bei Listenaufstellungen) halten den Frieden bislang, könnten aber bei konkreten Macht- und Verteilungskämpfen wieder zerbrechen. Freustel bewertet außerdem die Proteste in Erfurt als nachvollziehbar, bleibt jedoch unsicher über deren strategische Wirksamkeit gegen die AfD.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
RRobert FreustelGAST
Politikwissenschaftler und Soziologe, tätig an den Universitäten Jena und Leipzig. Er beschäftigt sich seit Jahren mit Rechtsextremismus und Rechtspopulismus und beobachtet die Entwicklung der AfD.
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