Das Live-Action-Remake von Vaiana demonstriert die paradoxale Vermischung von Realität und Digitalität, die unsere gegenwärtigen Digitalisierungserfahrungen widerspiegelt und durch eine kompensatorische Heldenreisen-Narration ideologisch verdeckt wird.
Wolfgang M. Schmitt analysiert Disneys Vaiana-Realverfilmung als künstlerisches Desaster, das symptomatisch für die gegenwärtige Digitalisierungskrise ist. Der Film mischt echte Schauspieler mit flächendeckender digitaler Bearbeitung und generierten Landschaften – eine Vermischung, die das Publikum in digitale Gleichgültigkeit führt. Mit Bezug auf Dirk Baeckers Konzept der "durchgestrichenen Digitalisierung" zeigt Schmitt, wie der Film die Auflösung analoger Nachbarschaften kompensiert, indem er eine neoliberale Emanzipationsnarrative inszeniert, die letztlich hierarchische Ordnung (Erbmonarchie, Religion, Nation) restabilisiert.
Zahlen & Fakten
10 Jahre
Zeitspanne zwischen der Veröffentlichung des Animationsfilms Vaiana (2016/2024 mentioned, but original is 2016) und der Analyse/dem Realfilm
2 Stunden
Länge des Films, durch den man sich qualvoll hinwegarbeiten muss
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchDirk Baecker: Digitalisierung. Suhrkamp.
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeKIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.