Ep. 320: Der "verbotene" Disney-Film: SONG OF THE SOUTH - Kritik & Analyse
22. Juli 2026 · 16 Min.
Song of the South ist nicht nur oberflächlich rassistisch, sondern offenbart die zentrale Disney-Ideologie der Naturalisierung von Herrschaftsverhältnissen durch mythologische Entpolitisierung.
Wolfgang M. Schmitt analysiert Disneys 1946er Film "Song of the South", den Disney bewusst aus dem Verkehr gezogen hat. Während der Film auf der Oberfläche harmlos wirkt und keine explizite KKK-Propaganda wie "Birth of a Nation" betreibt, zeigt sich bei genauerer Betrachtung eine subtile und wirkmächtige ideologische Funktion: Durch die Verwandlung der historischen Realität der Sklaverei in ein zeitloses Märchenland werden konkrete Herrschaftsverhältnisse als natürliche Ordnung naturalisiert. Schmitt zeigt, wie diese Strategie der Mythologisierung nicht nur in "Song of the South" wirkt, sondern die gesamte Disney-Filmographie durchzieht.
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchRoland Barthes: Mythen des Alltags. Suhrkamp.
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeKIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.