Martin Scorsese kritisiert Marvel als „kein Kino“; Wolfgang M. Schmitt sieht darin einen Hinweis auf das Verschwinden des Individuums als zentrales Thema des Hollywood-Kinos.
Wolfgang M. Schmitt analysiert Martin Scorseses scharfe Abrechnung mit den Marvel-Blockbustern und ordnet sie historisch ein. Er zeichnet die Entwicklung von Classical Hollywood über New Hollywood bis zum heutigen Franchise-Kino nach und zeigt, wie frühere Regiegenerationen das Individuum in den Mittelpunkt stellten. Schmitt bezieht theoretische Argumente (Horkheimer/Adorno) ein und interpretiert Marvel-Filme als Ausdruck einer Kulturindustrie, die das tragische, widersprüchliche Subjekt abschafft. Im Ausblick kündigt er an, im zweiten Teil zu untersuchen, welche Folgen diese Entwicklung für das Künstlerindividuum hat.
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