In der DDR waren Frauen zwar deutlich mehr im Berufsleben präsent als im Westen, doch echte Emanzipation und Gleichberechtigung blieben Versprechen – auch an der Macht saßen hauptsächlich Männer.
Die Folge untersucht die Situation von Frauen in der DDR anhand von vier weiblichen Biografien: der Arbeiterin Frieda Hockauf, der Richterin Hilde Benjamin, der Bildungsministerin Margot Honecker und der Widerständlerin Katrin Hattenhauer. Dabei wird deutlich, dass die DDR zwar Busfahrerinnen, Kranführerinnen und arbeitende Mütter kannte – ein deutlicher Unterschied zum Westen. Doch während Frauen berufstätig waren, blieben Hausarbeit und Kindererziehung ihre alleinige Verantwortung. In Führungspositionen waren Frauen stark unterrepräsentiert; echte Macht übten nur wenige aus – und meist über persönliche Beziehungen statt formaler Position.
Zahlen & Fakten
12–15 %
Frauenanteil im Zentralkomitee der DDR
2,4 %
Anteil von Frauen an der Leitung der 500 Kombinate in der DDR (absolut: 12 von 500)
1968
Jahr der großen Strafrechtsreform in der DDR, in der Homosexualität entkriminalisiert wurde
Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
1972
Jahr, in dem die DDR eines der liberalsten Gesetze zur Schwangerschaftsunterbrechung einführte
1950
Jahr, in dem die DDR das Abtreibungsrecht verschärfte – noch restriktiver als in Polen
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• PodcastFolge 49 der Geschichtsmacher: Unerwarteter Nahschuss – Deutschlands letzte Hinrichtung
Wer spricht
TThomas KlugGAST
DDR-Experte aus Berlin, zu Gast in der Sendung, um über Frauen in der DDR zu berichten und vier weibliche Biografie vorzustellen.
Alle Auftritte von Thomas Klug →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.