Die sogenannte Gegenwart
Die sogenannte Gegenwart
Die sogenannte Gegenwart

Die Suche nach den Nazis in unseren Familien

29. Juni 2026 · 1 Std. 29 Min.

Der Wunsch der Nachgeborenen, die NS-Zeit zu recherchieren, sagt weniger über damalige Schuldigkeit aus, sondern mehr darüber, wie das Böse aus Gutem entsteht – und dass dies bis heute verstanden werden kann.

Die Folge bespricht das virale NSDAP-Suchtool der ZEIT und warum dieses Angebot derzeit so massenweise genutzt wird. Die Moderatoren analysieren, welche Bedeutung die Verfügbarkeit dieser Daten für die private Familiengeschichte hat und diskutieren Götz Alys Interpretation der NS-Zeit als Profitgemeinschaft, die durch sozialpolitische Maßnahmen ihre Mehrheit gewinnte. Die zentrale Erkenntnis ist, dass es nicht um moralische Verurteilung geht, sondern um das Verstehen, wie normale Menschen in kriminelle Strukturen verstrickt werden.

Rubriken

Themen & Erkenntnisse

Gegenwarts-Check: Aktuelle Trends und Phänomene · ab 03:01
Das NSDAP-Suchtool und der Wunsch nach Familiengeschichte · ab 20:02
Götz Alys Analyse: Die NS-Zeit als Profitgemeinschaft und Radikalisierungsprozess · ab 41:45
Moralische Komplexität und zeitversetztes Verstehen · ab 56:58

Wer spricht

N
Nina PauerHOST

Feuilletonredakteurin bei DIE ZEIT, ständige Moderatorin des Feuilleton-Podcasts "Die sogenannte Gegenwart". In dieser Folge entwickelt sie die zentrale These der "Autoerotik" – der Umleitung sexueller Energie in kontrollierte Körperpflege und Selbstoptimierung statt in echte Interaktion mit dem Partner. Betont die Rolle von Pandemie-Erfahrungen und digitaler Kontrolle in diesem Phänomen.

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I
Ijoma MangoldHOST

Ijoma Mangold ist Literaturkritiker bei der ZEIT und einer der festen Hosts des Podcasts; im Gespräch stellt und kommentiert er kulturelle Befunde und Beispiele.

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