#3 Geothermieprojekte als komplexe Bauaufgaben
16. Juni 2026 · 16 Min.
Tiefengeothermie ist eine grundlastfähige und regenerative Energiequelle, die durch technisch anspruchsvolle Bohrprojekte bis zu 5.000 Metern Tiefe nachhaltige Wärmenetze speist und dabei multiple Ingenieurdisziplinen erfordert.
Die Folge behandelt Tiefengeothermie als vielversprechende Energiequelle für stabile, erneuerbare Wärmeversorgung. Andreas Freisinger erläutert die technische Funktionsweise: Thermalwasser wird aus großer Tiefe gefördert, in einer Energiezentrale über Wärmetauscher an Wärmenetze abgegeben und anschließend reinjiziert. Die Komplexität liegt in der Koordination vieler Ingenieurdisziplinen sowie regionalen geologischen Voraussetzungen. Im Ausblick wird das innovative Everloop-Verfahren vorgestellt, das Wärmenutzung auch ohne Thermalwasservorkommen ermöglicht.
Zahlen & Fakten
10 %
Wirkungsgrad bei elektrischer Energienutzung aus Geothermie
170 Jahre
Unternehmensgeschichte der Pfaffinger Bau SE
800
Mitarbeiter der Pfaffinger Bau SE
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8
Standorte der Pfaffinger Bau SE in Deutschland
400–5.000 Meter
Tiefenbereich für Wärmenutzung aus Geothermie
3 Monate
Zeitraum zur Fertigstellung einer Geothermie-Bohrung auf 4.000–5.000 m Tiefe
60 cm
Durchmesser der Bohrung an der Erdoberfläche
15–20 cm
Durchmesser der Bohrung am unteren Ende
400–700 m
Tiefe der Kreislaufpumpe in der Förderbohrung
80–150 Grad Celsius
Temperatur des geförderten Thermalwassers
5–50 Megawatt
Thermische Leistung pro Geothermie-Duplette
4–7 Megawatt
Elektrische Leistung der größten ORC-Anlagen in Bayern (Sauerlach, Taufkirchen, Laufzorn)
40–50 Megawatt
Thermische Leistung der größeren Anlagen (München Sandling, Laufzorn, Taufkirchen)
30 Grad Celsius
Temperaturanstieg im Erdinneren pro 1.000 Meter Tiefe
150 Grad
Thermalwassertemperatur in circa 5.000 Meter Tiefe im oberbayerischen Voralpenland
400
Fernwärmehausanschlüsse, die Pfaffinger pro Jahr zuletzt erstellt hat
6–7 Kilometer
Horizontal abzulenkende Bohrungen beim Everloop-Verfahren müssen sich auf einer Fläche wie ein DIN-A4-Blatt treffen
2005
Jahr des Pionierprojekts Unterhaching als erstes großes Geothermieprojekt im süddeutschen Raum
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
TTobias AugstenHOST
Leiter des Strategiezentrums Bau in Nürnberg im Auftrag des Bayerischen Bauindustrieverbandes. Moderiert den Podcast »Die Zukunft der Bauwirtschaft« und führt mit Experten und Praktikern Diskussionen über Innovationen in der Bauwirtschaft.
Alle Auftritte von Tobias Augsten →AAndreas FreisingerGAST
Andreas Freisinger ist Bauingenieur (Jahrgang 1980) und seit 2002 bei der Pfaffinger Bau SE tätig. Als Technischer Leiter der Pfaffinger Bau SE und Mitglied der Geschäftsführung einzelner Tochterunternehmen verfügt er über umfangreiche Expertise in Geothermie-Projekten, Bohrplatzbau und Fernwärmeleitungsbau mit über 20 Jahren Referenzen.
Alle Auftritte von Andreas Freisinger →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.