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Smartphone-Sucht: Endlich wieder abschalten

3. Juli 2026 · 48 Min.

Sven Lindberg erklärt, dass exzessive Smartphone‑Nutzung zwar noch keine einheitliche klinische Diagnose besitzt, aber durch ständige Präsenz, Dopamin‑Schleifen und dauerhafte Unterbrechungen Konzentration, Schlaf und zwischenmenschliche Beziehungen messbar verschlechtert.

In dem Gespräch mit Joel erläutert Sven Lindberg, warum der Begriff „Smartphone‑Sucht“ in der klinischen Klassifikation noch nicht als eigene Diagnose steht, obwohl das Nutzungsverhalten süchtigähnliche Merkmale zeigen kann. Er beschreibt neuropsychologische Mechanismen (Belohnungssystem, Dopamin, Default‑Mode), experimentelle Befunde zur Ablenkung durch bloße Gerätepäsenz und die langfristigen Folgen für Schlaf, Leistungsfähigkeit und soziale Bindungen. Praktische Gegenmaßnahmen reichen von physischer Distanz bis zu Ritualen im Alltag.

Themen & Erkenntnisse

Diagnose und Suchtkriterien · ab 01:20: Unklare klinische Einordnung: Kriterien wie Kontrollverlust, Vernachlässigung von Pflichten und Leid im Umfeld entscheiden über Diagnosefähigkeit.
Wie Smartphones Gehirn und Verhalten beeinflussen · ab 09:20: Dopamin‑Erwartungsschleifen und ständige Reize schalten Ruhe‑Modi aus und mindern Konzentration sowie Erholung.
Konkrete Strategien: Distanz, Rituale und Regeln · ab 40:30: Physische Distanz, klare Rituale und Familienregeln reduzieren Ablenkung, verbessern Schlaf und Aufmerksamkeit.

Wer spricht

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Sven LindbergGAST

Professor für Klinische Entwicklungspsychologie an der Universität Paderborn; in der Folge erläutert er Forschung zu Aufmerksamkeit, Belohnungssystemen und Schlaf sowie experimentelle Befunde zur Wirkung von Smartphone‑Präsenz und gibt evidenzbasierte Alltagsstrategien gegen übermäßige Nutzung.

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