Die rekordtiefe Wahlbeteiligung in Algerien reflektiert eine breite Depolitisierung: Viele Bürger sehen das Parlament als irrelevant an, da Macht und Entscheidungen faktisch bei Präsident und Armeeführung liegen.
In einem Gespräch mit der Maghreb-Expertin Isabel Wehrenfels wird die sehr niedrige Beteiligung (nur etwa jeder Fünfte der Wahlberechtigten) vor allem als Ausdruck von Politikverdrossenheit und Repression interpretiert. Wehrenfels beschreibt eine autoritäre Konsolidierung unter Präsident Tebboune, eingeschränkte Pressefreiheit und die Kooption junger Akteure durch staatliche Geldverteilungen. Außenpolitisch zeigt Algerien zugleich Ansätze zu pragmatischer Positionierung in regionalen Fragen.
Zahlen & Fakten
24 Millionen
Rund 24 Millionen Wahlberechtigte in Algerien
20 %
Ungefährer Anteil der Wahlberechtigten, der laut vorläufigen Ergebnissen an die Urnen ging (nur jeder Fünfte)
19 Plätze
Verschlechterung Algeriens im internationalen Ranking von Reporter ohne Grenzen binnen eines Jahres
Weitere 1 Zahl & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
2019
Jahr der Hirak-Proteste, die 2019 Präsident Butflika zu Fall brachten
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieReporter ohne Grenzen (Rangliste der Pressefreiheit)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
BBrigitte KramerHOST
Journalistin/Autorin, die die Recherche zur Folge durchgeführt und die Episode über Wassergewinnung aus Nebel und Luft für Radio Wissen (BR) eingespielt hat.
Alle Auftritte von Brigitte Kramer →IIsabel WehrenfelsGAST
Nordafrika-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. In der Folge analysiert sie die Geschichte der Westsahara, die Rolle von Marokko und Algerien, wirtschaftliche Interessen (Fischerei, Phosphate, erneuerbare Energien) sowie die jüngsten diplomatischen Entwicklungen und den marokkanischen Autonomieplan.
Alle Auftritte von Isabel Wehrenfels →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
