Die rekordtiefe Wahlbeteiligung in Algerien reflektiert eine breite Depolitisierung: Viele Bürger sehen das Parlament als irrelevant an, da Macht und Entscheidungen faktisch bei Präsident und Armeeführung liegen.
In einem Gespräch mit der Maghreb-Expertin Isabel Wehrenfels wird die sehr niedrige Beteiligung (nur etwa jeder Fünfte der Wahlberechtigten) vor allem als Ausdruck von Politikverdrossenheit und Repression interpretiert. Wehrenfels beschreibt eine autoritäre Konsolidierung unter Präsident Tebboune, eingeschränkte Pressefreiheit und die Kooption junger Akteure durch staatliche Geldverteilungen. Außenpolitisch zeigt Algerien zugleich Ansätze zu pragmatischer Positionierung in regionalen Fragen.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
BBrigitte KramerHOST
Journalistin/Autorin, die die Recherche zur Folge durchgeführt und die Episode über Wassergewinnung aus Nebel und Luft für Radio Wissen (BR) eingespielt hat.
Alle Auftritte von Brigitte Kramer →IIsabel WehrenfelsGAST
Nordafrika-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. In der Folge analysiert sie die Geschichte der Westsahara, die Rolle von Marokko und Algerien, wirtschaftliche Interessen (Fischerei, Phosphate, erneuerbare Energien) sowie die jüngsten diplomatischen Entwicklungen und den marokkanischen Autonomieplan.
Alle Auftritte von Isabel Wehrenfels →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
