Echo der Zeit
Echo der Zeit
Echo der Zeit

International: Das letzte halbe Jahr in Stimmen aus dem Iran

23. August 2026 · 26 Min.

Das iranische Volk ist zwischen einem repressiven Inlandregime und einer zerstörerischen ausländischen Intervention gefangen, wodurch Hoffnung auf politischen Wandel in Verzweiflung und wirtschaftlicher Not erstickt wird.

Die Folge zeichnet nach, wie Anfang Jahr Massenproteste im Iran aufkamen, brutal niedergeschlagen wurden und darauf ein internationaler Krieg sowie eine weite Zerstörung folgten. Die anschließende Blockade der Straße von Hormus, Internetzensuren und wirtschaftlicher Kollaps verschärften das Leid der Bevölkerung. Zwischenzeitliche Waffenruhen und ein kurzzeitiges Rahmenabkommen brachten nur wenig Erleichterung; politische Macht verlagert sich zunehmend hin zu den Revolutionsgarden.

Zahlen & Fakten

96 %

Wertverlust der iranischen Währung innerhalb eines Jahres

20 %

Anteil des Ölhandels, der vor dem Krieg durch die Straße von Hormus lief

2.159

Anzahl der Hinrichtungen im Iran im letzten Jahr (nach Angabe im Beitrag)

Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigen

170

Ungefähr angegebene Tote bei Bombardierung einer Schule in Minab (Bericht im Beitrag)

3000

Opferzahl laut Aussage der iranischen Regierung im Zusammenhang mit den Protesten

5000

Opferzahl laut UNO-Angabe im Zusammenhang mit den Protesten

30.000

Von Time-Magazin genannte Zahl (unter Berufung auf anonyme Quellen) zu den Protestopfern

26

Anzahl von angeblich im Zusammenhang mit den Protesten Hingerichteten (im Beitrag genannt)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Aufbruch, Proteste und Repression · ab 00:56
Krieg und Zerstörung · ab 10:02
Feuerpause, Internetzensur und Alltag unter Druck · ab 15:52
Rahmenabkommen und politische Neuordnung · ab 23:04

Quellen

ArtikelTime-Magazin (Artikel, der unter Berufung auf zwei anonyme Quellen aus dem iranischen Gesundheitsministerium hohe Opferzahlen nennt)

ArtikelThe Guardian (Bericht über eine Kundgebung von Anhängern Reza Pahlavis in London)

RedeDonald Trump (wiedergegebene Äußerung auf dem Rückflug vom World Economic Forum in Davos: Zusage, den Iranern mit einer Armada zu helfen; sowie Drohung über Social-Media-Kanal)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

Ähnliche Folgen

11KM: der tagesschau-Podcast

Krieg vorbei, neue Hoffnung? Wie es den Menschen in Iran jetzt geht

Nach Monaten von Protesten, Repression und einem kurzen, heftigen Krieg sind viele Menschen im Iran erschöpft und haben ihre Hoffnung auf schnellen politischen Wandel verloren; zugleich sehnen sie sich nach Ruhe und wirtschaftlicher Entlastung.

Zukunft? – Der Podcast von SRF

Saghi Gholipour: «Alles wird noch viel schlimmer werden»

Sagi Golipur warnt, das iranische Regime habe sich durch Krieg und diplomatische Zugeständnisse gestärkt und verschärfe die Repression gegen die eigene Bevölkerung.

Was jetzt?

Ist die Waffenruhe im Iran schon wieder Geschichte?

Trotz einer Ende Juni vereinbarten Waffenruhe eskaliert die Lage im Iran und Nahost erneut: Die USA und der Iran haben sich gegenseitig angegriffen, und Israel greift weiter im Südlibanon an – ein brüchiger Friede mit ungewisser Zukunft.

Streitkräfte und Strategien

Iran vs USA - 14:0 am Verhandlungstisch? (mit Steffen Lange)

Das Iran-USA-Abkommen von Versailles ist trotz Trumps Jubel ein Triumph für Teheran und eine Niederlage für die Vereinigten Staaten, während das iranische Volk mit einem verstärkten Unterdrückungsregime allein gelassen wird.

Nach Redaktionsschluss

Krieg im Iran - Berichten Medien zu einseitig?

Die deutsche Iran-Berichterstattung wird als zu stark von offiziellen (insbesondere US-/deutschen) Quellen und zu wenig von iranischen Perspektiven und Alltagsstimmen geprägt gesehen.

News Plus

Zu Gast bei Feinden: Was erhofft sich Iran von der Fussball-WM?

Das iranische Regime instrumentalisiert die WM-Teilnahme für Propaganda, doch die Mannschaft genießt im Volk deutlich weniger Unterstützung als früher – und wird durch drastische Einreisebeschränkungen der USA erheblich benachteiligt.