Eine Stunde History – Deutschlandfunk Nova
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533 - Kaiser Justinian und die Vereinheitlichung des Römischen Rechts

11. September 2026 · 48 Min.

Kaiser Justinian ließ im 6. Jahrhundert das Corpus Iuris Civilis erstellen; Dr. Matthias von Helfeld, Jan Dirk Hake, Wolfgang Kaiser, Ulrike Barbusio und Armin Himmelrath erläutern Entstehung, mittelalterliche Wiederentdeckung und nachhaltigen Einfluss auf das europäische Recht.

Das Corpus Iuris Civilis ist eine im 6. Jahrhundert unter Kaiser Justinian systematisierte Sammlung römischer Gesetze und Juristenschriften (Kodex, Digesten, Institutionen, Novellen). Experten erklären, wie die Kommission unter Tribunianus Texte sammelte, widersprüchliche Regelungen bereinigte und klassische Juristen integrierte. Im Hochmittelalter wurde der Text in Bologna wiederentdeckt, kommentiert (Glossatoren) und bildete über Jahrhunderte das Gemeine Recht, das bis zur Kodifikation des BGB 1900 nachwirkte.

Rubriken

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Themen & Erkenntnisse

Entstehung und Zielsetzung des Corpus Iuris Civilis unter Justinian · ab 00:40
Inhalt, Struktur und Probleme der Digesten · ab 11:52
Mittelalterliche Wiederentdeckung, Glossatoren und langfristige Wirkung bis in die Neuzeit · ab 24:01

Wer spricht

S
Steffi OrbachHOST

Moderatorin dieser Episode, führt durch das Thema, stellt Fragen an die Expertinnen und Experten und leitet die Gespräche zu den historischen und rechtshistorischen Aspekten der Lex Hortensia.

Alle Auftritte von Steffi Orbach
D
Dr. Matthias von HelfeldGAST

Deutschlandfunk-Nova-Historiker und Gesprächspartner in der Folge; liefert Kontext zur politischen Lage des Römischen Reiches am Ende des 3. Jahrhunderts und erläutert Hintergründe zur konstantinischen Wende.

Alle Auftritte von Dr. Matthias von Helfeld
A
Armin HimmelrathGAST

Bildungsjournalist unter anderem beim Spiegel, kommentiert und bewertet aktuelle bildungspolitische Entwicklungen in der Monatsfolge

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J
Jan Dirk HakeGAST

Professor in Jena mit dem Lehrstuhl für römisches Recht; erläutert Aufbau, Quellenlage und Zielsetzung des Corpus Iuris Civilis, insbesondere die Rolle des Ediktkommentars von Ulpian als Leittext für die Digesten.

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W
Wolfgang KaiserGAST

Professor am Institut für Rechtsgeschichte der Universität Freiburg; erklärt die mittelalterliche Überlieferung, die Entstehung handschriftlicher Codices (z. B. Codex Florentinus) und die Arbeit der Glossatoren in Bologna.

Alle Auftritte von Wolfgang Kaiser
U
Ulrike BarbusioGAST

Juristin in Zürich und Expertin für das römische Recht; erläutert, wie die Digesten als wissenschaftliche Fälle funktionierten, wie die Rechtswissenschaft das Gemeine Recht verbreitete und wie römische Lehren bis ins BGB hineinwirken.

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KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.