Die 100 Milliarden Chance und neue Geschenke von Gas Kathi (E#125)
11. Juli 2026 · 1 Std. 10 Min.
Dezentralisierte, flexibilisierte Biogasanlagen und Quartierswärmenetze bieten eine kostengünstige, lokal verlässliche Alternative zu großmaßstäblichen Gaskraftwerkssubventionen und können Versorgungssicherheit sowie regionale Wertschöpfung stärken.
Die Folge diskutiert das neue Stromversorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz (Strom‑VKG), seine Anreize für Gaskraftwerke und die wirtschaftlichen Folgen für Verbraucher. Parallel zeigt der Gast, wie bestehende Biogasanlagen als flexible, jahresspeicherfähige „grüne Batterie“ zur Deckung von Residuallast beitragen könnten. Im zweiten Teil wird das QX‑Konzept für lokale Wärmenetze vorgestellt, das Wärmeinfrastruktur, Biogas, Wärmespeicher und Großwärmepumpen kombiniert. Abschließend werden volkswirtschaftliche Effekte, Akteursstruktur und Umsetzungsbarrieren beleuchtet.
Zahlen & Fakten
244.000 € pro Megawatt
Höchstgebot / Kapazitätsprämie (244 € pro kW) im Strom‑VKG als jährliche Zahlung für 15 Jahre.
36 Milliarden €
Gesamtkosten-Schätzung für das Strom‑VKG (über die Laufzeit); andere Angabe nennt ~2,5 Mrd. pro Jahr.
0,5 Cent/kWh (≈30 € pro Jahr)
Indikative Belastung pro Bürger durch die Umlage zur Finanzierung des Gesetzes.
Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
15 Jahre
Laufzeit der Kapazitätsprämienzahlungen an Betreiber mit Zuschlag.
9–10 GW
Volumen der in diesem Jahr vorgesehenen Ausschreibungen für Gaskraftwerkskapazitäten.
12 GW (bis 2030), 24 GW (bis 2045)
Einschätzungen zum technischen Potenzial der Flexibilisierung bestehender Biogasanlagen.
100 Stunden vs. 4 Stunden
Vergleich: typische Speicherdauer der beschriebenen Biogas‑/Gasspeicher (~100+ Stunden) versus Batterie‑Systeme (~4 Stunden).
88 MWh
Nennbeispiel für die Energiemenge eines Füllstands des beschriebenen Biogasspeichers.
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• RechtStromversorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz (Strom‑VKG)
• StudieMetastudie des Lehrstuhls für Energieverfahrenstechnik, FAU Erlangen‑Nürnberg
• RechtGebäudemodernisierungsgesetz (G‑Mod‑G)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
MMartin LassGAST
Martin Lass ist Landwirt und Energiewirt aus Tüttendorf und Betreiber einer seit 2010 laufenden Biogasanlage mit großem Gasspeicher. In der Folge erläutert er technische Details zu Silage‑Lagerung, BHKW‑Betrieb, Wärmespeichern und Marktstrategien zur Flexibilisierung bestehender Anlagen sowie das QX‑Quartierskonzept.
Alle Auftritte von Martin Lass →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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