Vizekanzlerberater Südekum über Steuerentlastung: “Muss mehr als ein Cappuccino sein”
29. Juni 2026 · 32 Min.
Die Bundesregierung plant eine merkliche Einkommenssteuerentlastung für kleine und mittlere Einkommen; Jens Südekum betont, dass dies teuer ist und vor allem durch Einsparungen sowie höhere Spitzen- und Reichensteuersätze gegenfinanziert werden sollte.
Corinna Budras ordnet die politische Lage ein: Im Koalitionsausschuss wird über ein Reformpaket gerungen, im Zentrum steht diesmal die Einkommenssteuer. Manfred Schäfers erläutert die Budgetlage und macht die Größenordnung möglicher Steuerausfälle (10–20 Milliarden Euro) deutlich. Im Interview erklärt Jens Südekum, warum eine Fokussierung auf kleine und mittlere Einkommen gerecht sein kann, aber Gegenfinanzierungen – etwa über Einsparungen und höhere Belastungen für Spitzenverdiener – nötig sind.
Zahlen & Fakten
998 Mrd. €
Geschätztes Steueraufkommen dieses Jahres (Arbeitskreis Steuerschätzung).
275 Mrd. €
Ungefährer Betrag der Lohnsteuer (Vorabbuchungen durch Arbeitgeber).
77 Mrd. €
Zusätzliches Einkommenssteueraufkommen (als separate Zahl im Gespräch genannt).
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500 €
Zielmarke für jährliche Entlastung, genannt von Bundesarbeitsministerin Bärbel Baas in der ARD-Talkshow.
450 €
Von Lars Klingbeil in Erwägung gezogene Größenordnung für eine Entlastung (im Gespräch erwähnt).
10–20 Mrd. €
Geschätzte Bandbreite der Kosten einer nennenswerten Einkommenssteuerentlastung.
20 Mrd. €
Orientierungswert für eine umfangreichere Entlastung, in der Debatte oft genannt.
10 Mrd. €
Angestrebte Rücklage, die man laut Diskussion schonen wollte.
57 %
Anteil des Einkommenssteueraufkommens, den die oberen 10 % aktuell zahlen (Debattenangabe).
8 %
Ungefährer Anteil, den die untere Hälfte am Einkommenssteueraufkommen zahlt (im Gespräch genannt: <10%).
42 %
Aktueller Spitzensteuersatz (im Gespräch genannt).
45 %
Höchst- bzw. Reichensteuersatz (im Gespräch erwähnt).
knapp 70.000 €
Jahreseinkommen, ab dem der Spitzensteuersatz (42 %) greift (im Gespräch als Referenz genannt).
277.000 €
Im Gespräch genannte Größenordnung, ab der sehr hohe Steuersätze bzw. Reichensteuer angesetzt werden.
270.000 €
Weitere im Gespräch genannte Referenzgröße für die Grenze des Höchstsatzes.
100.000 €
Ungefährer Schwellenwert, ab dem Belastungen für Personengesellschaften und Bedenken für Mittelstand relevant werden könnten.
12.000–13.000 €
Ungefährer Bereich des Grundfreibetrags, dessen Erhöhung auch Besserverdienende entlasten würde (im Gespräch erläutert).
01.2027
Genannter Zielzeitpunkt, ab dem ein neuer Einkommensstarif gelten soll (im Gespräch erwähnt).
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieArbeitskreis Steuerschätzung (Schätzung des Steueraufkommens: 998 Milliarden Euro für dieses Jahr)
• VideoARD-Talkshow bei Karin Miosga (Bärbel Baas nannte dort eine Zielmarke von 500 Euro jährlicher Entlastung)
• VideoARD – 'Bericht aus Berlin' (Carsten Linnemann äußerte Bedenken hinsichtlich Belastungen für Mittelstand/Handwerk)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
CCorinna BudrasHOST
Moderatorin dieser Folge, meldet sich aus Berlin, führt durch die Themen des Tages und interviewt die Gäste zu den Koalitionsbeschlüssen.
Alle Auftritte von Corinna Budras →MManfred SchäfersGAST
Manfred Schäfers ist FAZ‑Wirtschaftskorrespondent in Berlin. Im Podcast fungiert er als Steuerfachmann und erläutert detailliert die Haushaltslage, das Steueraufkommen (u. a. die namentlich genannte Schätzung des Arbeitskreises Steuerschätzung) sowie die fiskalischen Folgen und Größenordnungen möglicher Einkommenssteuerentlastungen.
Alle Auftritte von Manfred Schäfers →JJens SüdekumGAST
Düsseldorfer Wirtschaftswissenschaftler und Berater des Bundesfinanzministers Lars Klingbeil; analysiert die Kürzungsentscheidung beim Klima‑ und Transformationsfonds und die ökonomische Begründung für soziale Staffelungen.
Alle Auftritte von Jens Südekum →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.