WM-Special (2): 1978: Wenn der Torjubel im Folterkeller zu hören ist
4. Juni 2026 · 29 Min.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 1978 wurde von der argentinischen Militärjunta als Propagandabühne genutzt, während im Land systematisch folternd und ermordet wurde und viele Beteiligte und Beobachter wegschauten.
Die Folge beleuchtet die Widersprüche der WM 1978 in Argentinien: jubelnde Stadien und offizielle Inszenierung standen neben dem Verschwindenlassen, Folter und Mord in geheimen Haftzentren wie der ESMA. Gäste und Zeitzeug:innen zeigen, wie die Junta das Turnier zur Imagepflege nutzte, die FIFA politisches Wegschauen praktizierte und einzelne Akteure—von Udo Jürgens’ WM-Song bis hin zu Reaktionen deutscher Funktionäre—teils blind blieben. Der Beitrag fragt, welche Verantwortung Sport bei politischen Menschenrechtsverletzungen trägt.
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Andreas Krobock moderiert diese Folge des "FAZ-Podcast für Deutschland": er führt durch die Themen, leitet Interviews und moderiert die redaktionelle Diskussion.
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Stefan Stahlberg stellt die Folge des Geschichtspodcasts vor, moderiert die Analyse zur WM 1978 und nennt die Kooperation zwischen Frankfurter Allgemeiner Zeitung und der Konrad‑Adenauer‑Stiftung.
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Michael Götz co‑moderiert den Geschichtspodcast, führt durch die Themen zur argentinischen Diktatur und zur politischen Einbettung der WM 1978 und reflektiert heutige Parallelen.
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Stefan Rinke ist Professor für die Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika‑Institut und an der Freien Universität Berlin; er wurde im Beitrag zu den Hintergründen des Putsches von 1976 und zu Methoden des Verschwindenlassens interviewt.
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