WM-Special (2): 1978: Wenn der Torjubel im Folterkeller zu hören ist
4. Juni 2026 · 29 Min.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 1978 wurde von der argentinischen Militärjunta als Propagandabühne genutzt, während im Land systematisch folternd und ermordet wurde und viele Beteiligte und Beobachter wegschauten.
Die Folge beleuchtet die Widersprüche der WM 1978 in Argentinien: jubelnde Stadien und offizielle Inszenierung standen neben dem Verschwindenlassen, Folter und Mord in geheimen Haftzentren wie der ESMA. Gäste und Zeitzeug:innen zeigen, wie die Junta das Turnier zur Imagepflege nutzte, die FIFA politisches Wegschauen praktizierte und einzelne Akteure—von Udo Jürgens’ WM-Song bis hin zu Reaktionen deutscher Funktionäre—teils blind blieben. Der Beitrag fragt, welche Verantwortung Sport bei politischen Menschenrechtsverletzungen trägt.
Zahlen & Fakten
5000
Geschätzte Anzahl Menschen, die in der ESMA festgehalten, gefoltert und größtenteils ermordet wurden.
75.000
Anzahl der Zuschauer, die im Estadio Monumental beim Eröffnungsspiel anwesend waren.
350
Rundangabe für die Anzahl geheimer Haft- und Folterzentren im Land, wie sie im Beitrag genannt wird.
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30.000
Anzahl von Verschwundenen, die Menschenrechtsorganisationen laut Beitrag maximal nennen.
1976
Jahr des Militärputsches in Argentinien, Beginn der Junta unter Videla, Massera und Agosti.
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• ArtikelFAZ (Bericht bei der Übergabe des ESMA-Geländes an Menschenrechtsorganisationen: ESMA als Folterzentrum der Militärdiktatur)
• StudieUS‑Regierungsdokumente (CIA und US‑Außenministerium: Hinweise, dass die Militärführung Morde diskret abwickeln wollte)
• Udo Jürgens — 'Buenos Dias Argentina' (WM‑Song, Aufnahme mit der deutschen Nationalmannschaft 1978)
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• VideoARD Sportschau (14. Juni 1978: Beitrag und Fragen an DFB‑Präsident Hermann Neuberger zur Rudel‑Affäre)
Wer spricht
AAndreas KrobockHOST
Andreas Krobock moderiert diese Folge des "FAZ-Podcast für Deutschland": er führt durch die Themen, leitet Interviews und moderiert die redaktionelle Diskussion.
Alle Auftritte von Andreas Krobock →SStefan StahlbergHOST
Stefan Stahlberg stellt die Folge des Geschichtspodcasts vor, moderiert die Analyse zur WM 1978 und nennt die Kooperation zwischen Frankfurter Allgemeiner Zeitung und der Konrad‑Adenauer‑Stiftung.
Alle Auftritte von Stefan Stahlberg →MMichael GötzHOST
Michael Götz co‑moderiert den Geschichtspodcast, führt durch die Themen zur argentinischen Diktatur und zur politischen Einbettung der WM 1978 und reflektiert heutige Parallelen.
Alle Auftritte von Michael Götz →SStefan RinkeGAST
Stefan Rinke ist Professor für die Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika‑Institut und an der Freien Universität Berlin; er wurde im Beitrag zu den Hintergründen des Putsches von 1976 und zu Methoden des Verschwindenlassens interviewt.
Alle Auftritte von Stefan Rinke →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.