Lohnt sich eine 0,05% TER und wann schließt ihr einen Indexfonds? ETFs verstehen mit Arne Scheehl (#721)
9. Juli 2026 · 40 Min.
ETF-Anbieter müssen bei der Produktentwicklung zwischen regulatorischen Anforderungen, Kundenneeds und Marktpositionen abwägen – dabei spielen Indexkosten und Transaktionsgebühren eine ebenso wichtige Rolle wie die Kundenfreundlichkeit.
Arne Scheehl erläutert als Head of Product Development bei Amundi, wie ETFs entstehen, entwickelt und betrieben werden. Die Episode behandelt die komplexe Balance zwischen Kostenoptimierung, Anlegerschutz durch Diversifizierung und Marktviabilität. Zentrales Thema ist die Frage, wie ETF-Kosten (TER) festgelegt werden und welche unsichtbaren Optimierungen wie Sampling für Anleger vorteilhaft sind. Abschließend wird die praktische Relevanz von großen Börseneinführungen wie SpaceX für durchschnittliche ETF-Anleger analysiert.
Zahlen & Fakten
5 %
Anteil des SpaceX-Unternehmens, der beim IPO an die Börse geht (Free Float)
0,13–0,4 %
Gewichtung von SpaceX in breiten Weltindizes bzw. Nasdaq-fokussierten ETFs nach IPO
10 %
Maximale Gewichtung einer einzelnen Position in ETFs nach UCITS-Richtlinie
Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
35 %
Ausnahmeobergrenze für die größte Position in Index-ETFs unter UCITS-Richtlinie (wird aber selten genutzt)
0,05 %
TER sehr günstiger großer Welt-ETFs, die als Ankerprodukte mit marginalem Gewinn betrieben werden
6–7 Monate
Typische Dauer vom ETF-Entwicklungskonzept bis zur Marktauflegung
3 Jahre
Standardevaluationszeitraum, um zu beurteilen, ob ein neues ETF-Produkt erfolgreich ist
10 Tage
Zeitraum (Handelstage) nach erstem Handelstag, nach dem MSCI-Indizes neue Aktien üblicherweise aufnehmen
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
AArne ScheehlGAST
Head of Product Development and Engineering bei Amungi (ehemals Xtrackers), Produktentwickler mit Spezialgebiet in passiven und aktiven ETFs, Index-Management, alternative Gewichtungsstrategien und technologische Innovationen im Fondsbereich.
Alle Auftritte von Arne Scheehl →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.