Nie wieder Zinshopping: Wann lohnen sich Geldmarktfonds? (#733)
20. August 2026 · 28 Min.
Geldmarktfonds sind ein flexibel verfügbarer Kurzzeitparkplatz, der tagesaktuell den Geldmarktzins abbildet, aber keine Garantie bietet und gegenüber Tages-/Festgeld Vor‑ und Nachteile hat.
Die Folge erklärt, was Geldmarktfonds sind, wie sie genau funktionieren (physisch vs. Swap) und wie sie sich vom Tages‑ und Festgeld unterscheiden. Es wird erläutert, wie der Geldmarktzins (Ester/ESTA) den Ertrag bestimmt, welche Risiken bestehen (Zinsänderung, Liquidität, Kontrahent, Währung) und wie Kosten sowie Besteuerung die Rendite beeinflussen. Abschließend gibt die Moderation praktische Entscheidungshilfen für den Einsatz als kurzfristiger Parkraum.
Zahlen & Fakten
2,25 %
EZB‑Einlagensatz (Beispiel Anhebung von 2,0 auf 2,25 % im Juni)
2,65 %
EZB‑Spitzenrefinanzierungssatz (genannter Obergrenzenwert)
2,18 %
Nähewert des ESTA/Ester, an dem die Bruttorendite eines Geldmarktfonds grob ausgerichtet ist (laut Folge)
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2,3 %
Genannte ungefähre Inflationsrate, die aktuell die reale Verzinsung schmälert
4 % → 2 %
Genannte Senkung des Einlagensatzes zwischen Sommer 2024 und Mitte 2025 (von 4 auf 2 Prozent)
0,085 %
Früherer Aufschlag des Vorgängerzinssatzes Ionia gegenüber dem Ester (historischer Bezug)
0,1 %
Typische laufende Gebühr (TER) bei Geldmarkt‑ETFs, laut Folge
25 %
Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge (zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer)
~28 %
Maximale Steuerbelastung inkl. Soli und ggf. Kirchensteuer (ungefähr genannt)
1.000 € / 2.000 €
Sparer‑Pauschbetrag pro Person / zusammenveranlagtes Paar
2 %
Durchschnittliche Jahresrendite von Geldmarkt‑ETFs über die letzten fünf Jahre (genannter Wert)
10.000 € → 17 € in 4 Wochen / 440 € in 2 Jahren
Rechenbeispiel: Bei rund 2 % Jahreszins auf 10.000 €
~2 €
Beispiel für Kauf+Verkaufskosten bei einem Neo‑Broker (genannter Wert)
~30 € pro Order (≈60 € Kauf+Verkauf)
Beispiel für Gebühren bei einer klassischen Direktbank, Kauf und Verkauf zusammen können teuer ausfallen
0,5–1 %
Typischer Ausgabeaufschlag bei klassischen (nicht‑börsengehandelten) Geldmarktfonds, genannt als ‚oft ein halbes bis ein Prozent‘
Themen & Erkenntnisse
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