Gedächtnisforschung: Winterschlaf entschlüsselt Essenz von Erinnerungen
14. August 2026 · 5 Min.
Künstlich eingeleiteter Winterschlaf in Mäusen reduziert neuronale Aktivität und entfernt rund die Hälfte der Synapsen, trotzdem bleiben Erinnerungen erhalten — stabile Synapsen-Cluster konservieren offenbar die Essenz der Erinnerung.
Ein Forschungsteam schaltete bei Mäusen einen Winterschlaf-ähnlichen Zustand ein und beobachtete starke physiologische und neuronale Veränderungen: Körpertemperatur fällt auf 11 °C, Aktivität der Nervenzellen sinkt um etwa 70 %, und ungefähr die Hälfte der Synapsen geht verloren. Überraschenderweise blieben in Gedächtnistests erlernte Inhalte intakt. Die Beobachtung, dass übrig bleibende Synapsen nahe beieinander liegen, deutet darauf hin, dass räumliche Synapsen-Cluster den Kern einer Erinnerung tragen. Gerd Kempermann kommentiert die Studie als wichtigen Beitrag, der zeigt, wie wenig Netzwerke nötig sein könnten, um Gedächtnisinhalte stabil zu halten.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
VVolkert WildermuthHOST
Aus Berlin zugeschalteter Kommentator und Berichterstatter, der den Fall eines in China behandelten Mädchens erläutert. Er erklärt Base‑Editing und das AAV‑Vektor‑System, beschreibt mögliche Nebenwirkungen wie immunvermittelte Nierenschäden, verweist auf Tierversuchsergebnisse und thematisiert Fragen zu Aufklärung, Kosten und behördlicher Aufsicht.
Alle Auftritte von Volkert Wildermuth →GGerd KempermannGAST
Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Jena; im Beitrag kommentiert er die Studie, bewertet die Bedeutung stabiler Synapsencluster für Gedächtnisspuren und erwartet weitere Diskussionen und Folgearbeiten im Forschungsfeld.
Alle Auftritte von Gerd Kempermann →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.