Forschung aktuell – Deutschlandfunk
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Mensch zu Humus: Ergebnisse der Pilotstudie zur neuen Bestattungsform Reerdigung

11. September 2026 · 5 Min.

Die Reerdigung verwandelt einen Leichnam in einem abgeschlossenen Kokon innerhalb von etwa 40 Tagen in humusartiges Substrat; erste wissenschaftliche Auswertungen zeigen, dass dabei Erde entsteht, DNA stark abgebaut wird und keine relevanten Giftstoffe nachgewiesen wurden.

Die Folge berichtet über die Pilotstudie zur Reerdigung, einer ökologischen Bestattungsform, bei der Leichname in einem abgeschlossenen Kokon zusammen mit Pflanzensubstrat innerhalb von Wochen zu humusartiger Erde zersetzt werden. Die Methode wird wissenschaftlich begleitet, Sensoren messen hohe Temperaturen im Kokon und zeigen einen vollständigen Abbau der Weichteile innerhalb von rund 40 Tagen. Analysen der ersten Fälle ergeben humusähnliches Substrat, frei von relevanten Giftstoffen; menschliche DNA ist größtenteils stark abgebaut. Die Studie läuft weiter, um mehr Fälle auszuwerten und Fragen zu Arbeitssicherheit und rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären.

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Beschreibung der Reerdigung und Erstdurchführung · ab 00:11
Wissenschaftliche Begleitung und Ablauf des Prozesses · ab 01:18
Ergebnisse der Laboranalysen (Erde, Knochen, DNA, Giftstoffe) · ab 02:02
Technik, Hygiene und Arbeitssicherheit · ab 02:50
Rechtliche und politische Einordnung · ab 03:11
Studienumfang, bisherige Fallzahlen und Ausblick · ab 04:48

Wer spricht

M
Michael StangHOST

Moderiert die ‚Forschung aktuell‘-Meldungen bei Deutschlandfunk; spricht die Meldungen in dieser Folge.

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N
Nele 30GAST

Angehende Medizinerin am Institut für Rechtsmedizin der Universität Leipzig, die die Reerdigungs-Pilotstudie im Rahmen ihrer Promotion betreut. Sie wertet Sensoren im Inneren der Kokons aus, analysiert Temperaturverläufe, Bodenproben sowie DNA- und Giftstofftests.

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M
Markus SchwarzGAST

Studienleiter des Reerdigungsprojekts am Institut für Rechtsmedizin der Universität Leipzig. Er betont die Bedeutung der wissenschaftlichen Begleitung für evidenzbasierte Entscheidungen und spricht über Ausweitung von Aufstellorten (Alvarien) sowie Arbeitssicherheitsfragen.

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